Mainzer Club „Caveau“ feiert große Wiedereröffnung

Ein neues Team hat den Mainzer Kult-Club Caveau übernommen. Was für die große Wiedereröffnungsparty am Samstag geplant ist, erfahrt ihr hier.

Mainzer Club „Caveau“ feiert große Wiedereröffnung

Nach dem Abschied des langjährigen Betreibers Wieland Wittmeier und einer anschließenden Umbauphase öffnet der Mainzer Club „Caveau“ wieder seine Türen. Am Samstag (18. April) wird es eine große Wiedereröffnungs-Party im Keller des Schönborner Hofs in der Schillerstraße 11 geben.

Zur Feier der neuen Ära erwarte die Gäste ein besonderes Programm, erzählt Inhaber Timm Römer gegenüber Merkurist. Geplant seien unter anderem Giveaways, kleine Gewinnspiele, eine Foto-Station sowie eine Station für nicht-permanente Tattoos und Neon-Facepainting. Auch eine Happy-Hour für Cocktails soll es geben. Tickets für die Party sind vorab online verfügbar.

Zur Eröffnungsfeier kostet der Eintritt im Vorverkauf 12,50 Euro, was aber ein Sonderpreis für diesen Abend sei. Zukünftig soll der reguläre Eintrittspreis „deutlich unter 10 Euro“ liegen, so Römer. Man wolle nicht, dass Leute sich den Besuch nicht mehr leisten können, sagen die Betreiber. Für Studierende soll es beispielsweise einen Rabatt geben.

Fortführung mit neuen Ideen

Ab Samstag wird der Club unter den neuen Inhabern Timm Römer, Jule Mäder und Florian Rehm dann wieder regelmäßig öffnen. In der Übergangszeit zuvor gab es bereits einige Test-Partys die eine Art Soft Opening für das neue „Caveau“ waren. Jule Mäder spricht von schönen Abenden und vielen positiven Rückmeldungen. Auch Timm Römer, der jeweils als DJ Double-M die Musik auflegte, freut das Feedback der Gäste. „’Toll, dass ihr weitermacht und cool, dass ihr neuen Wind reinbringt’, wurde uns von den Leuten gesagt.“

Während der Rock-Charakter des Alternativ-Clubs weitestgehend erhalten werden soll, probiert das Team auch viele neue Ideen einzubringen – ob bei der Musik oder dem Barkonzept. So stand zwischenzeitlich ein Wildberry-Lillet auf der Getränkekarte und als Musik liefen Lieder aus dem Darkwave-Genre. „Es gab viele, die das Rock-Thema dauerhaft haben wollen, aber man muss sich als Club auch irgendwie weiterentwickeln“, erklärt Alex, der zukünftig hinter der Bar steht.

Es gehe darum, dass sich die Menschen über die Musik verbinden, egal welches Genre läuft, sagt Alex weiter: „Es ist noch gar nicht fest, was wir nicht machen.“ An Freitagen soll beispielsweise Musik aus den 80er, 90er, 2000ern ausprobiert werden, was einer Pop-Richtung entspricht. Aber auch Punk kann sich Timm Römer in einem Format mit dem Namen „Let’s start a riot“ vorstellen. Dafür stehe er mit DJs im Kontakt, die vorher noch nicht in Mainz aufgelegt hätten.

„Caveau“ als Herzensangelegenheit

„Ich finde es wichtig, dass die Menschen nach der Corona-Zeit wieder zusammenkommen und wieder zusammen feiern“, sagt Jule Mäder. Obwohl die Organisation für das Team, die den Club nebenberuflich führen, eine Herausforderung sei, stehe die Liebe zum Caveau im Mittelpunkt. Der Erhalt sei eine Herzensangelegenheit.

Die Community des Clubs zeigt sich ebenfalls unterstützend. Eine Spendenkampagne für den Neubeginn läuft erfolgreich und hat mehr als 5.500 Euro eingebracht. Jule Mäder sagte dazu: „Wir sind sehr, sehr dankbar über die vielen Spenden und jede weitere.“ Langfristig soll sich das Projekt zwar finanziell lohnen, aktuell sei es aber vor allem eine große Investition, so Römer.

Hier wurde umgebaut

Für den Neustart sind kleine Renovierungen vorgenommen worden. „Uns ist aber sehr wichtig, dass der Flair vom Caveau erhalten bleibt“, so Jule Mäder. Viele Wände wurden neu gestrichen, der Boden gereinigt und neugemacht, genau wie die Toiletten. LED-Streifen beleuchten bald die Bar und umranden die Tanzfläche, die Lichtanlage wurde erweitert.

Außer Partys sind auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen geplant. So stehe man bereits in Kontakt mit den „Omas gegen rechts“. Wenn alles klappt, könnte außerdem schon in diesem Sommer ein Biergarten im Außenbereich eröffnen.