Ehemalige Residenzpassage: Gibt es einen Baustopp?

Auf dem Gelände der ehemaligen Residenzpassage haben Archäologen im März besondere Funde gemacht. Doch wie geht es auf der Baustelle nun weiter?

Ehemalige Residenzpassage: Gibt es einen Baustopp?

Im vergangenen Jahr ist die Residenzpassage in der Großen Langgasse abgerissen worden. Bei einer vorgeschriebenen „Stadtkerngrabung“ sind Archäologen der Generaldirektion für Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) auf besondere Überreste gestoßen. Den Forschern ist es gelungen, Teile von Grundstücksmauern und einer Fußbodenheizung aus der Römerzeit freizulegen. Weitere Funde der GDKE stammen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert und geben Hinweise auf die jüngere Stadtgeschichte. Diese Funde machten die Forscher allerdings schon vor mehr als zwei Monaten.

Baustopp?

Für Leser Peter scheint es so, als würde sich vor Ort seitdem nicht mehr viel getan haben. Er fragt in seinem Snip: „Gibt es einen Baustopp wegen der Ruine unter dem ehemaligen Prinzess-Kino?“ Das kann Frank Röhr, Prokurist beim Bauträger Fischer&Co., dem das Gelände gehört, nicht bestätigen. Laut Röhr laufen aktuell noch die letzten Untersuchungen der GDKE, die schon im Vorfeld abgesprochen waren. „Bis Mitte des Monats sollen die Arbeiten dann beendet sein.“

Danach würde man wieder umgehend die Bauarbeiten aufnehmen und unter anderem mit dem Einbringen der Bodenplatte beginnen, so Röhr. Im September solle dann der Verkauf des Areals beginnen. Sobald feststehe, was auf dem Gelände enstehen soll, könne man auch die Bauzeit angeben. (df)

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