Diese Musikvideos wurden in Mainz gedreht

Wenn man an Popmusik denkt, kommt einem nicht automatisch Mainz in den Sinn. Doch die Stadt war auch schon Kulisse für einige Musikvideos. Wir stellen Euch neun Videos vor.

Diese Musikvideos wurden in Mainz gedreht

Wer hätte es gedacht? Nicht nur als Filmkulisse hat Mainz schon gedient, die Stadt ist sogar in einigen Musikvideos vertreten. Manchmal bloß als Hintergrundkulisse und manchmal sogar im Mittelpunkt des Ganzen. Merkurist hat für Euch neun Videos gesammelt.

„Nullpunkt“ - Luk&Fil

Das Duo Luk&Fil besteht aus den beiden Rappern Knowsum (Nelson Brandt) und Loki. Die beiden sind auch unter ihren Künstlernamen Nepumuk und Negroman bekannt. In ihren Liedern kritisieren die beiden Künstler in poetischen Wortspielen die Gesellschaft, Gott und die Welt. Das Musikvideo zum Lied „Nullpunkt“ wurde in Mainz und in Kastel gedreht. Darin geht es darum, dass sich alles im Leben um einen Nullpunkt dreht. Mainz steht hierbei nicht im Mittelpunkt sondern wird als Hintergrundkulisse genutzt. Zu sehen sind unter anderem der Lennebergwald, Hochhäuser in Gonsenheim, das Kasteler Rheinufer mit der Theodor-Heuss-Brücke und der Containerhafen.

„From Uwe with Love“ & „Vibe oder Werbung“- Negroman

Negroman oder auch Loki ist eine Hälfte von von Luk&Fil. Das Hip-Hop-Magazin Juice beschreibt ihn als „Symbolfigur für eingestaubten Rap-Eskapismus aus Jazz-Schmuddel und Schepperdrums“. In seinem Musikvideo zu „From Uwe with Love“ spaziert er durch die nächtlichen Straßen von Mainz, durch einen Waschsalon, und wird vor einem Kiosk nahe des Hauptbahnhofs abgebildet. Aus der Vogelperspektive wird das nächtliche Mainz auch von oben gezeigt.

Auch das Musikvideo zum Lied „Vibe oder Werbung“ wurde in Mainz gedreht. Das Video zu dem im September 2018 erschienenen Jazz-Trap-Track spielt unter anderem in der Neustadt. Die markante Straßenunterführung in der Goethestraße (zu erkennen an den Lichtinstallationen), ein Kiosk und eine Baustelle sind Schauplätze.

„Blue“ - Knowsum

Auch Knowsum, die andere Hälfte von „Luk&Fil“, macht als Solokünstler Musik und hat schon ein Musikvideo vor der Mainzer Kulisse gedreht. Das Musikvideo zu seinem Lied „Blue“ startet in der „Dorettbar“. Auch die Kaiserstraße ist zu sehen. Zum Schluss ist auch die Christuskirche in Dunkeln zu erahnen.

„Essig auf Zucker“ - Mine

Ebenso poetisch wie die Texte von Negroman und Knowsum sind die Lieder der Popsängerin Mine (Jasmin Stocker). In ihrem Lied „Essig auf Zucker“ geht es um eine Person, die den Protagonisten zur Weißglut treibt. Mit einem Bildschirm über dem Kopf steht Mine im Video vor verschiedenen Kulissen in Mainz. Der Skaterpark am Rheinufer, eine Unterführung und die Wiese an der Kaiserstraße (im Hintergrund das Standesamt) sind zu sehen.

„Pöbelei und Poesie“ - Auletta

Auletta ist eine Indie-Rockband aus Mainz. Die Webseite „Laut.de“ schreibt über die Band: „Die Jungs um Sänger/Gitarrist Alex Zwick präsentieren treffsicher und pointiert relevante zwischenmenschliche Themen. Die Vorliebe für Retrorock kauft man ihnen ebenso ab, wie die gewitzten, manchmal prätentiösen Texte.“ In ihrem ebenfalls 2010 erschienen Lied „Pöbelei und Poesie“, geht es um Mainz. Die Band beschreibt Mainz als eine Stadt, „wo schwarze Augen rote Lippen goldene Ziele sehen“. In dem Musikvideo ist dementsprechend auch die Stadt Mainz im Fokus. Gedreht wurde in einer alten Mainzer Straßenbahn, am Rheinufer, an einem Bootsanleger und auf dem Gutenbergplatz.

„Grün, Gelb und Lila“ - Eno feat Dardan

Das Lied „Grün, Gelb und Lila“ des Wiesbadener Rappers Eno wurde 2017 veröffentlicht und hat seitdem 5,1 Millionen Aufrufe auf YouTube. In dem Lied rappen Eno und Dardan im Gangsterrapstil über sich selbst. Im Musikvideo wird hauptsächlich die Theodor-Heuss-Brücke von der Kasteler Seite als Kulisse genutzt.

„Ich hab Uniform“ - RotRockRapper

Natürlich darf die Fastnacht nicht fehlen: Die Gruppe „RotRockRapper“ wurde vor sechs Jahren gegründet. Die Bandmitglieder sind Teil der Mainzer Prinzengarde und dichten schon existierende Lieder um, beziehen den Inhalt auf Mainz und die Prinzengarde. Das Lied „Ich hab Uniform“, wurde von Andreas Bockius geschrieben und ist eine Abwandlung des Lieds „Ich hab Polizei“ von Jan Böhmermann. „Du hast Pappnas‘, ich hab Uniform. Du hast mich gelle-gern, ich hab Uniform“, heißt es im Text. Dementsprechend war auch der Drehort des Musikvideos in Mainz. Zu sehen sind die Bauhausstraße, die Konditorei Gerster in der Klarastraße, der Gutenbergplatz und die Rheinstraße. Außerdem fährt die Band mit einem Motorboot über den Rhein.

„Angeleckt Mainz“ & „Medicopter“ - Medizinstudenten Uni Mainz

Im Rahmen der Medimeisterschaften der Uni Mainz sind schon zahlreiche Lieder entstanden. „Unsere Philosophie ist #nurliebe. Unsere Säulen sind Gemeinschaft, Respekt und Kreativität”, schreiben die Studenten auf ihrer eigenen Website. Die Stadt Mainz steht dabei immer im Fokus. Im Musikvideo zu „Angeleckt Mainz“ werden die Christuskirche, der Kasteler Strand und die Gebäude der Unimedizin gezeigt. Auch im Video zu „Medicopter“ wird viel von Mainz gezeigt. Zu sehen sind hier die Gebäude der Universitätsmedizin, das Rheinufer als auch der Strand in Mainz Kastel, und die Christuskirche. Außerdem tanzen die Studenten im Video um die Heunensäule auf dem Markt herum und stehen im Fastnachtsbrunnen auf dem Schillerplatz. (df)

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