5 Fakten zum Guggemusik-Festival

Die Geister des Winters vertreiben - dafür soll der Brauch der „Guggemusik“ erfunden worden sein. Am vergangenen Wochenende fand das Guggemusik-Festival wieder in Mainz statt. Hier erfahrt Ihr, was es mit der Musik auf sich hat.

5 Fakten zum Guggemusik-Festival

Wenn Menschen mit gruseligen Masken und schräg klingender Musik durch die Mainzer Innenstadt ziehen, dann findet wieder das Guggemusik-Festival statt. Auch in diesem Jahr nahmen mehr als 900 Musiker an der Veranstaltung teil. Doch was ist das Guggemusik-Festival eigentlich? Wir haben die wichtigsten Fakten für Euch zusammengefasst.

Tradition

Seit mehr als sechs Jahren veranstaltet der Mainzer Carneval-Verein (MCV) das Guggemusik-Festival in Mainz. In diesem Jahr war die Stadt zudem der Austragungsort des 27. Europäischen Guggemusik-Festivals, welches von „fair reisen“ veranstaltet wird. Am 14. und 15. Februar zogen die Musiker mit ihren Instrumenten durch die Innenstadt.

Musikrichtung

Absichtlich schräg gespielt - das macht die Guggemusik aus. Es wird vermutet, dass diese Art der Blasmusik bis ins Mittelalter zurückgeht. Damals soll man mit der Blasmusik die Geister des Winters vertrieben haben. Aber auch heute noch ist die Musik Teil der Mainzer Fastnacht: Mit Masken verkleidet ziehen die Musiker durch die Straßen. Mit der rhythmischen, aber schrägen Musik sorgten die Musiker auch in diesem Jahr wieder für Stimmung in Mainz.

Gruselige Masken

Doch nicht nur die Musik ist außergewöhnlich - auch die Masken sind besonders. Das Wort „Gugge“ steht im Alemannischen für eine Tüte. Demnach geht man davon aus, dass die „Guggemusig“ für eine Gruppe von Personen steht, die gemeinsam Musik machen und dabei einfache Masken tragen. Diese Masken sollen damals Tüten gewesen sein - daher die Bezeichnung „Guggemusik“.

Festival in Mainz

Nach Angaben des Veranstalters nahmen 31 Gruppen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich am diesjährigen Guggemusik-Festival in Mainz teil. Um 12:30 Uhr zogen die Musiker durch die Innenstadt. Auf dem Gutenbergplatz stellte der MCV die Gruppen vor und startete das traditionelle „Monsterkonzert“, bei dem alle Gruppen auf Startschuss ein Lied spielen. Danach ging es für die Musiker weiter in die Mainzer Kneipen.

Aufreger am Wochenende

Eine Sache trübte die gute Stimmung am Wochenende allerdings. Während tausende Mainzer am Samstag auf dem Gutenbergplatz gemeinsam mit den Musikern das Festival feierten, fuhren Busse durch die Ludwigsstraße. Dabei entstand Chaos: Die Busse mussten lange warten, teilweise ging in beiden Richtungen gar nichts mehr (wir berichteten). Die Mainzer Mobilität hatte dies anders geplant. Aus Rücksicht auf den Einzelhandel wollte man die Ludwigsstraße nicht für die Busse sperren - das habe allerdings nicht funktioniert, erklärte MVG-Pressesprecher Michael Theurer gegenüber Merkurist. (df)

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