Ärger um spontanes Marktfrühstück – Stadt will stärker kontrollieren

Am Ende blieben die Müllberge: Nachdem am letzten Samstag erneut Hunderte Mainzer ein vorgezogenes Marktfrühstück gefeiert haben, fordern einige, das „Spontan-Event“ zu unterbinden. Doch ist das rechtlich überhaupt möglich?

Ärger um spontanes Marktfrühstück – Stadt will stärker kontrollieren

Kurz vor dem eigentlichen Start des Mainzer Marktfrühstücks am 9. April sorgt das spontane, an den letzten Samstagen begangene inoffizielle Marktfrühstück für einige Diskussionen in der Stadt. Denn viele Besucher lassen nach dem Ende ihres Aufenthalts auf dem Liebfrauenplatz einfach ihren Müll liegen. Zuletzt waren dies Hunderte leere Glasflaschen und unter anderem Plastikbecher sowie Pappteller. Einige sehen nun die Stadt Mainz in der Verantwortung, dieses „Spontan-Event“ zu unterbinden.

Vollzugsdienst wird nun verstärkt Präsenz zeigen

So bezeichnet beispielsweise ein ehemaliger Mainzer Geschäftsmann die Situation vor Ort als „Schande für Mainz und für das Ordnungsamt“, ein anderer sieht die Stadt in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass der Müll beseitigt wird (wir berichteten). Nutzer in den sozialen Medien dagegen fordern sogar, solche spontanen Veranstaltungen ganz zu unterbinden. Doch ist das rechtlich überhaupt möglich?

„Nein“, sagt Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr auf Merkurist-Anfrage. Der öffentliche Raum in Fußgängerzonen diene gerade auch dem Zusammentreffen von Menschen. „Sofern eine solche Ansammlung keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellt, liegen keine Gründe für ein ordnungsbehördliches Einschreiten gegen die Ansammlung an sich vor.“

Dennoch werde man am nächsten Samstag Präsenz vor Ort zeigen. „Für das kommende Wochenende wird der Zentrale Vollzugs- und Ermittlungsdienst den Bereich verstärkt bestreifen und auch bei unerlaubten Handlungen von einzelnen Personen, wie zum Beispiel wildem Urinieren, einschreiten“, kündigt Peterhanwahr an. Am vergangenen Wochenende seien die diensthabenden Mitarbeiter jedoch nicht rund um den Liebfrauenplatz unterwegs gewesen, da sie in anderen, längerfristigen Einsätzen gebunden gewesen seien.

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