Lockdown für Ungeimpfte kommt bundesweit

Neue Corona-Maßnahmen beschlossen

Lockdown für Ungeimpfte kommt bundesweit

Am Donnerstag haben sich die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der designierte Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer zu neuen Corona-Regeln in Deutschland beraten. Das Ergebnis der Gespräche präsentierten Merkel, Scholz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) während einer Pressekonferenz.

Klar ist nun: Bundesweit soll eine Art Lockdown für Ungeimpfte kommen. Die 2G-Regel soll flächendeckend auf den Einzelhandel ausgeweitet werden. Ausgenommen sollen Geschäfte für den täglichen Bedarf bleiben (zum Beispiel Supermärkte). Zutritt erhalten dann nur noch Geimpfte und Genesene. Gleiches gilt für Kultur- und Freizeiteinrichtungen oder -Veranstaltungen (Gaststätten, Kinos, Theater). Optional könne auch ein Test für Geimpfte oder Genesene vorgeschrieben werden (2G+).

Zudem werden die zugelassenen Teilnehmerzahlen für Großveranstaltungen reduziert und gedeckelt. Betroffen sind dann auch Stadionbesucher von Fußballspielen. Außerdem wird wie schon im vergangenen Jahr ein Böllerverkaufsverbot und ein Feuerwerksverbot an publikumsträchtigen Plätzen an Silvester verhängt.

Clubs sollen bei hohen Corona-Infektionszahlen wegen des Ansteckungsrisikos geschlossen werden. Das gilt ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 350 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

Wie die Maßnahmen konkret in den Ländern umgesetzt werden, wollen unter anderem die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Hessens Landeschef Volker Bouffier (CDU) am Nachmittag erklären. Bouffier hatte in dieser Woche bereits 2G im Einzelhandel ab Sonntag angekündigt. Bei den bundesweiten Regeln handelt es sich um Mindestregeln. Die Länder dürfen auch schärfere Regeln beschließen.

Logo