Ärger um masturbierenden Mann in Unterführung

Bei Fußgängern ist die Osteinunterführung in der Nähe des Mainzer Hauptbahnhofs wegen ihrer unhygienischen Zustände wenig beliebt. Jetzt soll dort auch noch ein Mann wiederholt ungeniert masturbieren. Was die Polizei dazu sagt.

Ärger um masturbierenden Mann in Unterführung

Die Osteinunterführung gehört sicherlich zu den weniger schönen Orten in Mainz (wir berichteten). Sie verbindet Kaiser-Wilhelm-Ring und Mombacher Straße. Fußgänger treffen dort auf Taubenkot, Graffiti, Urin und Zigarettenstummel. Doch nun scheint es noch einen weiteren Grund zu geben, weswegen sich Passanten ekeln könnten, die Unterführung zu nutzen. Wie Leser Stephanie schreibt, hält sich dort ein Mann auf, der mehr oder weniger öffentlich masturbiert. Unangenehm aufgefallen sei ihr der vermutlich obdachlose Mann schon einige Male.

„In den letzten vier Wochen brachte und holte ich meine Tochter mehrmals vom Flixbus ab und jedesmal mussten wir diesen Mann sehen, auch vorbeilaufende Kids beziehungsweise Jugendliche“, so Stephanie. Im Grunde genommen gehe es ihr nicht darum, ob der Mann obdachlos ist, sondern vielmehr um den öffentlichen Ort, an dem er masturbiere. „Meinetwegen kann er weiter handmade machen, aber bitte nicht da“, so Stephanie.

Wie Stephanie angibt, habe sie den Mann bereits der Polizei gemeldet, passiert sei aber nichts.

Vorfälle bekannt

Die Mainzer Polizei bestätigt auf Anfrage von Merkurist, dass es bereits Einsätze vor Ort gab. Der letzte liegt dabei noch keinen Monat zurück. „Am 3. Dezember haben wir einen Hinweis von der Bundespolizei bekommen, dass dort ein Mann masturbiert“, so ein Sprecher. Als die Beamten dann vor Ort fuhren, hätten sie zwar einen Mann angetroffen, der sei aber in diesem Moment bekleidet gewesen. Geschädigte gab es offenbar keine. „Aktuell haben wir keine Anzeige vorliegen.“

Sollte eine Anzeige aufgenommen werden, würde die Polizei die Identität des masturbierenden Mannes feststellen und dann einen Platzverweis erteilen. Generell sei eine solche Handlung kein Grund, jemanden längerfristig in Gewahrsam zu nehmen, so der Sprecher. Sollte das Masturbieren öfter vorkommen und angezeigt werden, könnte der Mann aber präventiv als letztes Mittel auf richterliche Anordnung auch mehrtägig in Gewahrsam genommen werden. In letzter Konsequenz könnte er auch ins Gefängnis kommen.

Grundsätzlich sei in solchen Fällen aber auch zu prüfen, ob hier eine krankhafte Handlung beziehungsweise eine Erkrankung beim Masturbierenden vorläge, so der Sprecher. Zudem müsste auch mit anderen Behörden geklärt werden, ob die Person womöglich dann in einer Einrichtung untergebracht werden sollte. (rk)

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