Museum für Antike Schifffahrt muss vorübergehend schließen

Wiedereröffnung erst im Frühjahr 2023

Museum für Antike Schifffahrt muss vorübergehend schließen

Das Museum für Antike Schifffahrt in der Mainzer Altstadt muss schließen, zumindest vorübergehend. Das teilt eine Pressesprecherin des Römisch-Germanischen Zentralmuseums mit.

Der Grund: Die Ausstellung des fast 30-jährigen Museums soll neu konzipiert, modernisiert und umgestaltet werden. Die bisherige Ausstellung ist noch bis zum 30. Juni zu sehen, danach werden die Umbauarbeiten hinter verschlossenen Türen starten. Im Frühjahr 2023 soll das Museum mit neu gestalteter Dauerausstellung wiedereröffnet werden.

Bis dahin werde es noch zahlreiche Veranstaltungen geben, etwa am 11. Juni ein großes Abschiedsfest mit Erzählungen, Aktivitäten und Kurzführungen. Anschließend werden jeweils freitags und sonntags Vormittag Führungen zu bestehenden Themenbereichen stattfinden. Am 30. Juni gibt es dann die letzte After-Work- Veranstaltung.

240 Objekte in neuer Ausstellung

Das neue Konzept soll einen anderen Zugang zur Archäologie ermöglichen und sie erlebbar machen. „Eine Welt in Bewegung“ lautet das Rahmenthema des Aktionsplans. „Bisher erfuhren unsere Besucherinnen und Besucher sehr viel Wissenswertes über antiken Schiffbau. Wir wollen nun das Thema Mobilität stärker in den Fokus nehmen“, so Ausstellungsleiterin Dr. Henriette Baron.

Für die Umbauarbeiten werden die Wracks der Römerschiffe und die großen Nachbauten vorsichtig innerhalb des Ausstellungsraumes bewegt, die anderen Objekte werden ins Depot gebracht. Für die neue Dauerausstellung sind 240 Objekte eingeplant.

Hintergrund:

Das Museum für Antike Schifffahrt widmet sich vor allem den Funden der Römerschiffe in Mainz. 1981 wurden die ersten „Mainzer Römerschiffe“ gefunden, was zur Eröffnung des Museum im Jahre 1994 führte. Das Museum befindet sich in der alten Lokomotiv-Reparaturwerkstatt der Hessischen Ludwigsbahn in der Neutorstraße. Es gehört zum Römisch-Germanischen Zentralmuseum, dem Leibniz-Institut für Archäologie (RGZM) und ist eines von acht bundesweiten Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft, die im Rahmen des „Aktionsplans Leibniz-Forschungsmuseen“ gefördert werden.

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