E-Scooter steht vor Feuerwehreinfahrt - was nun?

E-Scooter und ihre Fahrer führen bei vielen Menschen zu hitzigen Diskussionen. Doch was passiert eigentlich, wenn die E-Scooter eine Einfahrt oder gar eine Feuerwehrzufahrt versperren?

E-Scooter steht vor Feuerwehreinfahrt - was nun?

Einfahrten, Feuerwehrzufahrten und Hauseingänge - hier haben E-Scooter nichts zu suchen. Doch trotzdem werden die Leih-Roller dort immer wieder abgestellt. Das ist auch Merkurist-Leser Max schon aufgefallen. In seinem Snip schreibt er: „Tier-Leihroller stehen in der Feuerwehrzufahrt“.

„Es kann einfach nicht die Lösung sein, dass man die Roller immer umstellen muss.“ - Max, Merkurist-Leser

Das Ordnungsamt habe Max auf Nachfrage gesagt, dass die Beamten die E-Scooter nur umstellen, jedoch nichts Weiteres unternehmen könnten. Nach eigener Aussage lehnte er das jedoch ab, denn die E-Scooter umstellen, könne er schließlich auch selbst. Zufrieden sei Max damit aber ganz und gar nicht: „Unsere Parkplätze wurden auch schon von den E-Scootern blockiert. Es kann einfach nicht die Lösung sein, dass man die Roller immer umstellen muss.“

Das sagt die Stadt

Wie Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr berichtet, gehen bei der Stadt häufiger Beschwerden über falsch abgestellte E-Scooter ein. „Die Verkehrsverwaltung steht hierzu in beständigem Kontakt mit dem Anbieter.“ Stehen die Fahrzeuge im Weg oder ist Gefahr im Verzug, stellen Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung die E-Scooter auch zur Seite. „Ansonsten weisen wir Tier Mobility auf Missbräuche oder falsche Standorte hin. Auch jeder Bürger kann das tun“, so Peterhanwahr.

Der Anbieter habe sich verpflichtet, die E-Scooter innerhalb kurzer Zeit zu entfernen. „Oft werden die Scooter aber in der Zwischenzeit bereits durch andere Nutzer wieder gebucht und so entfernt. Generell hält es die Stadt Mainz wie die Stadt Wiesbaden und weist Bürger darauf hin, dass Scooter, die behindernd oder gar vollkommen irregulär abgestellt sind, zur Seite gestellt werden dürfen.“

Wer würde haften?

Eine brisante Frage: Wer würde in so einem Fall haften? Tier schreibt Merkurist dazu: „Wir können nachvollziehen, wer als letztes den Roller gebucht hat. Natürlich ist es theoretisch möglich, dass Dritte diesen dann aber umstellen.“ Somit ist klar, dass der mögliche Verursacher ermittelt und belangt werden kann. Dennoch hält aber Merkurist-Leserin Simone auch fest:

Ähnlich sieht das auch Tier und sagt: „E-Scooter können ähnlich wie Fahrräder recht einfach umgesetzt werden, und sind somit im Zweifelsfall schnell aus der Einfahrtszone geschoben.“ Zu einer ernsthaften Bedrohung sollte es also demnach nicht kommen.

(df/pk)

Logo