Was es mit dem „Grünen Zimmer“ am Mainzer Hauptbahnhof auf sich hat

In vielen deutschen Städten gibt es sie bereits: Grüne Zimmer. Seit heute steht eine solche mobile Grünanlage auch in Mainz.

Was es mit dem „Grünen Zimmer“ am Mainzer Hauptbahnhof auf sich hat

Hohe Temperaturen bis in die Nacht hinein: Die Auswirkungen des Klimawandels sind gerade in den überhitzten Städten immer deutlicher zu spüren, erklärt Umweltdezernentin Janina Steinkrüger am Mittwochnachmittag. Eine zentrale Aufgabe sei es nun, grüne Infrastrukturen zu stärken. Für versiegelte Plätze, an denen keine natürliche Begrünung möglich ist, eigneten sich mobile Grünanlagen. Eine solche wurde heute von Steinkrüger gemeinsam mit dem Ortsvorsteher der Mainzer Neustadt, Christoph Hand, vorgestellt.

Kommunikationsmedium und grüne Infrastruktur

In den nächsten vier Wochen wird ein „Mobiles Grünes Zimmer“ der Firma Helix auf dem Bahnhofplatz zu sehen sein. Es besteht aus einer zwei Meter hohen Grünwand, die eine Vegetationsfläche von 25 Quadratmetern bietet. Hier wachsen einheimische Pflanzen, unter anderem Nelke, Efeu und Erdbeere. „Grün wirkt auf die Menschen beruhigend“, sagt Hand. Durch Sitzgelegenheiten sollen die Menschen das Grüne Zimmer aktiv nutzen.

Im Inneren des Grünen Zimmers befindet sich ein Tank, der bis zu 1000 Liter Wasser umfasst. Durch ein Solarpanel auf dem Dach wird eine Pumpe betrieben, die die Pflanzen bewässert. Für die vierwöchige Leihe hat die Stadt knapp 9000 Euro investiert.

Das Grüne Zimmer soll jedoch nur der Anfang sein. In den nächsten Jahren werde es mehrere Projekte geben, die die grüne Infrastruktur der Stadt stärken, so Steinkrüger. So sollen die Entsiegelung und Begrünung der Stadt vorangetrieben und weitere mobile Elemente eingesetzt werden.

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