Mainz 05: „Wir sind zu unseren Wurzeln zurückgekehrt“

Der FSV Mainz 05 blickt optimistisch in die Zukunft - das ist der Grundtenor der Mitgliederversammlung, die am Sonntag sowohl in der Mewa Arena als auch digital stattfand. Dennoch musste der Verein eine negative wirtschaftliche Bilanz präsentieren.

Mainz 05: „Wir sind zu unseren Wurzeln zurückgekehrt“

Der 1. FSV Mainz 05 hat in seiner Mitgliederversammlung am Sonntag, die in hybrider Form durchgeführt wurde, wie erwartet einen Verlust für das Geschäftsjahr 2020/2021 präsentiert. Positiv hoben die Verantwortlichen aber vor allem die sportliche Entwicklung unter Trainer Bo Svensson hervor.

Corona-Krise gut überstanden

Trotz der negativen Bilanz, die vor allem auf hohe Abschreibungen aus früheren Transfertätigkeiten des Vereins zurückzuführen ist, habe man die durch Corona bedingte wirtschaftliche Krise insgesamt gut gemeistert und auch sportlich stehe der Verein gut da, so Präsident Stefan Hofmann. „Wir sind zu unseren Wurzeln zurückgekehrt. Die funktionierende Einheit aus sportlicher Leitung und Mannschaft und das gemeinsame Verständnis für die Prioritäten in unserem Spiel haben uns aus einer Sackgasse zu einer sensationellen Aufholjagd und heute zu sportlicher Stabilität geführt.“

Das Betriebsergebnis des 1. FSV Mainz 05 in der Saison 2020/21 weist indes bei einem Gesamtumsatz von rund 97 Millionen Euro ein Minus von knapp mehr als zehn Millionen Euro auf. Dem Verein ist es dabei gelungen, durch Einsparungen und höhere Erlöse das zunächst deutlich größer erwartete Minus um nicht ganz vier Millionen Euro zu drücken. Dabei sei die Liquidität des Vereins jederzeit gewährleistet gewesen. Zudem seien alle Tilgungszahlungen planmäßig erbracht und die DFL-Lizenz ohne finanzielle Auflagen oder Bedingungen erteilt worden, teilt der Direktor Kommunikation und Medien, Tobias Sparwasser, mit.

Das Eigenkapital des Vereins lag am 30. Juni dieses Jahres bei knapp über 37 Millionen Euro. Für die laufende Saison plant Mainz 05 mit einer „operativen Null“. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird aufgrund von Abschreibungen ein Jahresfehlbetrag von 19 Millionen Euro erwartet. Wie der Kaufmännische Vorstand des Vereins, Dr. Jan Lehmann, erklärte, sei es die Aufgabe der vergangenen anderthalb Jahre gewesen, wirtschaftlich handlungsfähig durch die schwierige Zeit zu kommen und so die insgesamt positive Entwicklung zu stützen, die bereits vor der Pandemie begonnen hatte. Das habe man letztlich auch gemeinsam geschafft.

Darüber hinaus berichtete Lehmann „von einer positiven Tendenz bei der Gewinnung und Bindung von Sponsoren“. Er sagt: „Wir haben gemeinsam mit unserem Partner Infront die wichtigsten Partnerrechte langfristig vermarktet und konnten darüber hinaus trotz der Pandemie einen deutlichen Zuwachs an Sponsoring-Partnern erreichen und damit unsere wirtschaftliche Basis vergrößern.“

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