„Mainzgebracht“ liefert erneut kostenlos Pakete

Krisenidee soll langfristiges Projekt werden

„Mainzgebracht“ liefert erneut kostenlos Pakete

Der lokale Lieferdienst „Mainzgebracht“ liefert erneut 1000 Gratis-Pakete für den Mainzer Handel. Die Kosten dafür übernimmt wieder die Mainzer Sparkasse, ausgefahren werden die Pakete emissionsfrei per Fahrrad von VeloCarrier Mainz. Bei einem Termin am Dienstagnachmittag wurde die Aktion vorgestellt.

Bereits während des ersten und zweiten Lockdowns unterstützte „Mainzgebracht“ die Mainzer Einzelhändler mit kostenlosen Lieferungen. Mittlerweile nutzen rund 30 Händler den Dienst regelmäßig. Weil das Einkaufen in der Innenstadt aktuell immer noch eingeschränkt ist, starten die Macher Dominique Liggins und Marco Friedmann von der Agentur „hier & jetzt Projekte“ gemeinsam mit Citymanagerin Sandra Klima und der Sparkasse Mainz erneut eine Aktion, bei der Händler für die ersten 1000 Lieferungen keine Kosten haben.

Laut Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz, werden die Auswirkungen der Pandemie wohl noch eine Zeit lang zu spüren sein. „Aus einer schwierigen Situation heraus entstanden, hat sich Mainzgebracht in den letzten Monaten hervorragend bewährt, daher wollen wir das Projekt auch weiterhin unterstützen. Für den Handel ergibt sich daraus die Chance, Vertriebswege für die Zeit nach der Pandemie neu aufzustellen.“ Aus einer Solidaritätsidee in der Krise könne ein Ansatz für einen nachhaltigen städtischen Lieferverkehr der Zukunft werden.

„Wir sind stolz, dass unsere aus der Not geborene Initiative so einen durchschlagenden Erfolg hat. Das aus einer Lockdown-Hilfsaktion mit ehrenamtlichen Helfern ein lokaler Lieferdienst wird, den Händler und Dienstleister regelmäßig nutzen, war im Frühling 2020 nicht in Sicht“, sagt Dominique Liggins.

Der emissionsfreie Transport sei nicht der einzige Vorteil des lokalen Lieferdienstes: Mainzgebracht sei oft schneller als Amazon und Co., da die Bestellung meistens schon am gleichen, spätestens aber am nächsten Tag ankomme. In Zukunft hoffe man auf noch mehr lokale Händler, die mitmachen. Sandra Klima, Citymanagerin der Stadt Mainz, sagt: „Der Online-Handel wird nie wieder auf das Niveau vor Ausbruch der Krise zurückgehen. Darum gilt es jetzt, so vielen Einzelhändlern wie möglich dabei zu helfen, langfristig den zusätzlichen Vertriebsweg Internet mit einer guten Lieferlogistik zu etablieren.“

Doch wie können Händler mitmachen? Auf der Webseite gibt es einen Leitfaden, wie man sich registrieren und teilnehmen kann.

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