Sieg bei Miss-Wahl endet in Riesen-Ärger: Wiesbadenerin um Gewinn geprellt

Der Erfolg hat ihr nur Ärger und Enttäuschung gebracht: Als die Wiesbadenerin Rachel Kuba im letzten Jahr eine Miss-Wahl gewann, wurden ihr mehrere hochkarätige Preise versprochen. Doch bis heute hat sie kaum etwas davon gesehen.

Sieg bei Miss-Wahl endet in Riesen-Ärger: Wiesbadenerin um Gewinn geprellt

Die Freude war bei der Wiesbadenerin Rachel Kuba groß, als sie sich bei der Wahl zur „Miss Life“ im Sommer 2022 den Sieg holte. Doch ein halbes Jahr später ist die 27-Jährige nur noch wütend und fühlt sich „echt verarscht“. Denn auf einen großen Teil der ihr zugesicherten Preise wartet Rachel bis heute. Schlimmer noch: Vom Veranstalter der Wahl scheint die 27-Jährige auch noch rassistisch beleidigt worden sein, was sie zu tiefst verletzt. Merkurist gegenüber erzählt die Wiesbadenerin nun, wie es überhaupt zu dem ganzen Alptraum kam.

Statt Traum-Auto ein Schrott-Auto erhalten

Eigentlich sollte Rachel nach ihrem Erfolg bei der Miss-Wahl, die vom „Life Magazin Germany“ veranstaltet wurde, auf dem Cover des Magazins erscheinen. Das dafür versprochene Foto-Shooting fand jedoch bisher nicht statt. Stattdessen seien am Abend der Wahl noch Fotos mit der Zweitplatzierten gemacht worden, sagt die Wiesbadenerin. Als sie dann im Laufe der Zeit wiederholt beim Veranstalter nachgefragt habe, wann sie denn nun ihr Shooting bekommt, sei sie schließlich aus allen Wolken gefallen. So habe man ihr gesagt, dass schwarze Frauen auf dem Titelbild schwierig zu vermarkten seien. „Das hat mich unglaublich verletzt und traurig gemacht“, sagt die 27-Jährige, die Mutter einer drei Jahre alten Tochter ist.

Doch der Veranstalter dementiert, solche Aussagen gegenüber Rachel gemacht zu haben. „Es wurde nie das Wort schwarz benutzt“, zitiert die „Bild“ eine für den Veranstalter zuständige Managerin. Das Foto-Shooting soll nun im Sommer 2023 stattfinden.

Unabhängig davon ging für Rachel dann der Ärger weiter. Erst nach monatelangem Kampf bekam sie endlich ein Auto, das ihr nach dem Sieg bei der Miss-Wahl versprochen wurde. Aber auch hier folgte die nächste Pleite. „Statt eines neuen Fiat 500 habe ich einen 13 Jahre alten Fiat erhalten, der schon über 200.000 Kilometer auf dem Tacho hatte“, sagt die Wiesbadenerin. Zudem sei das Auto teilweise defekt gewesen, weshalb sie es in der Zwischenzeit schon wieder verkauft habe. „Die Reparaturen hätte ich mir nicht leisten können“, sagt Rachel.

Gleichzeitig wartet die 27-Jährige auch noch auf einen dritten Gewinn. Dabei handelt es sich um eine Reise für zwei Personen nach Paris. Zuletzt sei ihr hier versprochen worden, dass sie den Gutschein dafür im Dezember erhalte. Doch auch dies waren offenbar nur leere Versprechungen. Nun soll es angeblich im Februar soweit sein. Rachel wartet nun ab. Einen Anwalt, der die Preise für sie einklagt, könne sie sich nicht leisten, sagt die 27-Jährige. Inzwischen gehe der Veranstalter auch nicht mehr ans Telefon, wenn sie anruft. Doch was sagt nun der Veranstalter selbst zur ganzen Angelegenheit rund um die vorenthaltenen Preise? Auf schriftliche Anfrage von Merkurist gab es bisher keine Antwort.

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