5 Fakten zur Bundeswehr in Mainz

Was hat eine Pferde-Statue auf dem Gelände der Kurmainz-Kaserne mit Elvis Presley zu tun? Und warum war Dirk Nowitzki schon öfter in der Hechtsheimer Kaserne? Hier erfahrt Ihr fünf wissenswerte Fakten über die Bundeswehr in Mainz.

5 Fakten zur Bundeswehr in Mainz

Noch bis mindestens 2022 ist die Bundeswehr an zwei Standorten in Mainz vertreten. Dann nämlich soll die Generalfeldzeugmeister-Kaserne in der Oberstadt geschlossen werden und die 200 dort ansässigen Soldaten auf die Kurmainz-Kaserne nach Hechtsheim umziehen. Obwohl die Bundeswehr schon seit Jahrzehnten in Mainz vertreten ist, wissen viele Mainzer relativ wenig über die Mainzer Soldaten. Daher hat Merkurist für Euch fünf wissenswerte Fakten über die Bundeswehr in Mainz zusammengetragen.

1. Dirk Nowitzki war in Mainz stationiert

„Dirk war damals schon ein Netter“, erinnerte sich Dieter Herrmann im Gespräch mit Merkurist. Herrmann war von 1991 bis 1998 Leiter der Sportfördergruppe in Mainz. In dieser Zeit betreute er rund 50 Sportsoldaten. Einer von ihnen: der ehemalige NBA-Star Dirk Nowitzki.

Als Nowitzki im September 1997 seinen Dienst in der Kurmainz-Kaserne antrat, war er allerdings noch kein Star. Ein Mega-Talent aber schon: „Sein Trainer Holger Geschwindner erklärte mir, welchen Stellenwert Dirk bereits hatte, dass er von Scouts aus Amerika beobachtet werde und kurz vor dem Sprung in die NBA stehe“, sagte Herrmann. Und er verstand die Botschaft. „Mir war klar, dass ich entsprechend sensibel mit ihm umgehen muss.“

Hier findet Ihr die ganze Geschichte:

2. Einkleidung der Olympia-Stars

Nicht nur Basketball-Legende Nowitzki kennt die Kurmainz-Kaserne von innen, auch weitere Olympia-Stars wie Timo Boll (Tischtennis), Matthias Steiner (Gewichtheben) oder Britta Heidemann (Fechten) waren hier schon. Wenn die deutschen Athleten vor den Olympischen Sommerspielen mit Kleidung ausgestattet werden mussten, geschah das nämlich schon mehrmals auf dem Gelände der Kurmainz-Kaserne. Zuletzt fand die Einkleidung der Athleten vor den Sommerspielen 2012 in London hier statt. Warum in Mainz? „Weil die Athleten von hier aus direkt zum Frankfurter Flughafen weiterfahren können und weil auf dem Kasernengelände eine sehr große Mehrzweckhalle zur Verfügung steht“, erklärt eine Sprecherin des Landeskommandos Rheinland-Pfalz gegenüber Merkurist.

3. Geist von Elvis Presley

Ende der 50er-Jahre kam Musik-Legende Elvis Presley für gut eineinhalb Jahre als US-Soldat nach Deutschland. Kurz nach seiner Rückkehr in die USA drehte der „King of Rock ‘n’ Roll“ den Film „G.I. Blues“ (deutscher Titel: „Café Europa“). Im Film ist in einer Szene eine Pferde-Skulptur am Eingang einer US-Kaserne in Frankfurt zu sehen (hier bei Minute 28:49) - eben diese Skulptur steht heute auf dem Gelände der Kurmainz-Kaserne in Hechtsheim. Bundeswehr-Soldaten hatten die Statue nach deren Abbau in Eigeninitiative aus Frankfurt nach Mainz gebracht. Und so weht der Geist des „King of Rock ‘n’ Roll“ heute auch ein bisschen in Mainz.

4. Soldatin bei Explosion getötet

Im Februar 2005 ereignete sich ein schreckliches Unglück auf dem Gelände der Kurmainz-Kaserne. Bei einer Gasexplosion in einem Labor wurde eine 24-Jährige mit dem Dienstgrad Obergefreiter getötet. Außerdem wurden eine weitere Soldatin und eine Zivilangestellte verletzt. Das einstöckige Gebäude am Rande des Kasernengeländes wurde durch die Explosion größtenteils zerstört und später abgerissen. Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) sprach von einem „schweren Unglücksfall“ für die Bundeswehr.

5. Luftschutzräume

Noch heute befinden sich in Kelleranlagen der Generalfeldzeugmeister- und vermutlich auch der Kurmainz-Kaserne Luftschutzkeller. Wie Oberstleutnant Günter Bohn, Sprecher des Landeskommandos Rheinland-Pfalz, sagt, seien diese Überbleibsel aus der Zeit des Kalten Kriegs. Die Keller sollten den Soldaten im Falle eines Angriffes Schutz zu bieten. Da die Bunker-Einrichtung schon einige Jahre auf dem Buckel hat und eher auf Funktionalität als auf Raum-Atmosphäre ausgelegt ist, sieht sie ein bisschen gewöhnungsbedürftig aus. Auch für Menschen, die an Klaustrophobie leiden, ist ein Besuch der Luftschutzkeller nicht zu empfehlen. (df)

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