„Zu verkaufen“ – Kult-Metzger Peter Leussler sucht Nachfolger

Peter Leussler will seinen Imbiss „Metzgerei beim Peter“ am Sömmerringplatz loswerden. Was dahinter steckt.

„Zu verkaufen“ – Kult-Metzger Peter Leussler sucht Nachfolger

Schon länger spielt Kult-Metzger Peter Leussler mit dem Gedanken, seinen Neustadt-Imbiss „Metzgerei beim Peter“ aufzugeben (wir berichteten). Nun scheint er ernst zu machen. „Zu verkaufen!“, schrieb Leussler am Samstag auf seiner Facebook-Seite. Grund dafür seien aber weder die Corona-Krise noch ein schlecht laufendes Geschäft, wie er auf Merkurist-Nachfrage sagt.

„Es sind vor allem gesundheitliche Gründe“, sagt Leussler. Früher habe er immer „volle Power“ gehabt, jetzt sei der Akku leer. Schon länger arbeite er fast allein im Laden, nur eine Küchenhilfe gebe es noch. „Teilweise sind es 13, 14 Stunden am Stück.“ Zudem gebe es immer wieder Probleme mit einem Nachbarn, mit dem er auch schon vor Gericht gestanden habe.

Facebook-Post als Test

Deshalb will er jetzt den Laden verkaufen – oder besser: das Inventar. „Ich bin ja selbst nur Pächter. Da geht es sozusagen um den Firmenmantel, also zum Beispiel Lüftung und Theke.“ Insgesamt habe er etwa 100.000 Euro reingesteckt, darunter auch in die Renovierung von Boden und Toiletten. Ein Nachpächter müsste also zunächst investieren.

Mit dem Facebook-Post wolle Leussler jetzt testen, ob überhaupt Interesse besteht. „Viele Gastronomen haben es natürlich nicht einfach zur Zeit. Deshalb bin ich eher skeptisch, dass jemand so viel Geld in die Hand nimmt.“ Wenn nicht, will Leussler weitermachen.

Kiosk oder Kneipe?

Die Corona-Krise habe er im Gegensatz zu anderen nicht so stark gemerkt. „Es läuft ganz gut, weil in dieser Zeit viele neue Kunden gekommen sind. Zum Beispiel Angestellte im Home Office, die jetzt mal den Burger probieren konnten.“ Dennoch sei die Lage am Sömmerringplatz nicht ideal. „Es gibt wenig Laufkundschaft.“

Sollte Leussler einen Nachfolger finden, wolle er erst einmal ein halbes Jahr Pause machen. „Und dann kann ich mir vorstellen, etwas in kleinerem Rahmen zu machen. Vielleicht einen Kiosk eröffnen oder eine kleine Kneipe.“ Auf jeden Fall wolle er kürzer treten. Geht es nach seinen Facebook-Fans, soll Leussler am besten gar nicht aufhören. „Oh Peter, nein das ist doch nicht dein Ernst“, hofft eine Userin. Andere hoffen auf einen Scherz. „Musste eben nochmal schauen, ob wir Mai oder April haben.“ (df)

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