Dem Mainzer Oktoberfest droht zwei Wochen vor dem geplanten Start offenbar die Absage. Zumindest sprechen einige Punkte dafür. Ursprünglich hätte die 20. Ausgabe des Oktoberfests vom 8. bis 25. Oktober auf dem Messegelände in Mainz-Hechtsheim stattfinden sollen.
Am Donnerstagnachmittag verschickte die Stadt Mainz eine kurzfristige Einladung zu einer Pressekonferenz am Freitagvormittag. Darin heißt es: „Für das 20. Oktoberfest – ursprünglich geplant vom 08. bis zum 25.10.2026 – auf dem Mainzer Messegelände wird auf diversen Veranstaltungstools intensiv geworben, der Kartenvorverkauf läuft offenkundig bereits seit einiger Zeit.“ Dies sei Anlass für eine geplante Stellungnahme des CDU-Dezernenten Ludwig Holle (Dezernat Bauen, Denkmalpflege und historisches Erbe). Schon hier wird anhand der Formulierungen deutlich: Die Stadt stellt zumindest in Frage, ob das Fest in geplanter Form stattfinden kann – zumindest in diesem Zeitraum.
Ebenfalls an dem Pressegespräch beteiligt: Kevin Vossler, Leiter des Bauamtes, sowie Fouad Yahia, Leiter des Rechts- und Ordnungsamtes.
Veranstalter Strack: „Ich weiß nicht genau, was los ist“
Veranstalter des Mainzer Oktoberfestes ist die MMG – Mainzer Messe Gesellschaft mbH. Auf Anfrage von Merkurist erklärte deren Geschäftsführer Karl Strack: „Ich weiß nicht genau, was los ist.“ Die Genehmigung für das Fest sei auch in vergangenen Jahren sehr kurzfristig erteilt worden, unter anderem schon zwei Tage vor Festbeginn, so Strack weiter. Bis dahin führe die Stadt immer wieder unterschiedliche Abnahmen durch. Ob dem Fest nun die Absage droht, wisse er nicht. Stracks Antwort: „Ich rege mich da nicht mehr auf.“