Verspätet und verkürzt kann das 20. Mainzer Oktoberfest auf dem Messegelände in Mainz-Hechtsheim nun doch stattfinden. Nach einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag, zu der der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Rheinland-Pfalz kurzfristig eingeladen hatte, haben nun Baudezernent Ludwig Holle und Oberbürgermeister Nino Haase am Nachmittag ein eigenes Statement abgegeben.
Demnach hatte die Bauaufsicht nach einer nochmaligen Prüfung grünes Licht für das neue Veranstaltungszelt gegeben. Der Veranstalter hätte in den vergangenen Tagen die für die Sicherheit notwendigen Maßnahmen umgesetzt und alle Nachweise vollständig vorgelegt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Daraufhin habe die Bauaufsicht am Montag (21. Oktober) die Gebrauchsabnahme des neuen Zeltes durchgeführt und festgestellt, dass die Voraussetzungen für eine sichere und rechtskonforme Nutzung erfüllt seien.
Genehmigung nur für neues Festzelt
Die positive Entscheidung betreffe aber ausschließlich das neu errichtete Festzelt. Hierfür habe der Veranstalter die notwendigen Maßnahmen zur Standsicherheit und zum Brandschutz umgesetzt. Auch Bauamt, Ordnungsamt und Feuerwehr hätten die Unterlagen geprüft und die Gegebenheiten vor Ort bewertet. Für das ursprünglich vorgesehene Zelt bleibe die Nutzungsuntersagung jedoch weiterhin bestehen.
„Wir haben immer gesagt: Das Oktoberfest ist möglich, wenn eine sichere und rechtlich tragfähige Lösung vorliegt“, so Baudezernent Ludwig Holle. Diese Voraussetzungen würden nun „endlich“ vom Veranstalter erfüllt. „Die vergangenen Wochen waren für alle Beteiligten intensiv. Umso mehr freue ich mich, dass wir heute zu einem positiven Ergebnis gekommen sind und die Gäste nun in einem sicheren Rahmen feiern können.“
DEHOGA veranstaltete eigene Pressekonferenz
Oberbürgermeister Nino Haase sagte dazu: „Das neue Zelt stellt eine neue Situation dar, die jetzt positiv bewertet werden konnte.“ Die getroffenen Entscheidungen hätten seine „volle Rückendeckung“. Außer dem Zelt wurden auch die weiteren Anlagen und Bereiche für die Veranstaltung geprüft und könnten wie vorgesehen genutzt werden.
Sowohl Baudezernent Holle als auch Oberbürgermeister Haase hatten nicht an der von der DEHOGA organisierten Pressekonferenz am Vormittag teilgenommen. Stattdessen hatten dort Ordnungsdezernent Karsten Lange und Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz gesprochen, außerdem DEHOGA-Präsident Gereon Haumann und Karl Strack, Geschäftsführer der Messe Mainz.