Neue Privatpraxis für „ästhetische Medizin“ eröffnet

Im ehemaligen Deko- und Geschenkartikelladen „Girlande“ in der Kartäuserstraße 16 hat vor einigen Wochen die Praxis „L'ESTHÉTIQUE“ für „ästhetische Medizin“ eröffnet. Doch was steckt genau dahinter?

Neue Privatpraxis für „ästhetische Medizin“ eröffnet

Die natürliche Schönheit und individuelle Persönlichkeit erhalten, darum geht es Nathalie Koeck. Wer jetzt an herkömmliche Schönheitschirugie denkt, liegt falsch. Gegenüber Merkurist erklärt die gebürtige Französin: „Es gibt zwei Sachen, die man damit nicht verwechseln darf: Das ist einmal die plastische Chirurgie, Synonym ist auch Schönheitschirurgie, aber das ist alles invasiv. Man hat ein Skalpell in der Hand, die Haut wird geschnitten. Es wird entweder was genommen oder was addiert. Das ist alles Chirurgie und das machen wir nicht.“ In ihrer ersten eigenen Praxis behandelt die 28-jährige Ärztin Patienten nicht-invasiv und minimal-invasiv. Also mit Verfahren, bei denen medizinische Geräte nicht oder kaum in den Körper eindringen.

Ein wichtiger Unterschied

Damit distanziert sich Koeck von herkömmlichen invasiven Methoden der Schönheitschirurgie. Ihr gehe es darum, auf die Wünsche der Patienten einzugehen und ihre natürliche Schönheit zu erhalten. Der Patient soll sich wohl in seiner Haut fühlen. Ihre Schwerpunkte: Botox- und Hyaluron-Unterspritzungen sowie Hydrafacial- und Laserhaarbehandlungen. Benutzt werde nur die neueste Technologie, so Koeck. Beispielsweise werden Botox- und Hyaluron-Unterspritzungen in der Privatpraxis mithilfe der „Invisible Needle“, der dünnsten Nadel die es zurzeit gibt, durchgeführt. Laserhaarbehandlungen werden mit einem speziellen Laser ausgeführt, der lebenslange Besserung verspricht.

Patienten nach ihren Wünschen „optimieren“

Bei vielen herkömmlichen Behandlungen käme es zu unschönen Resultaten. Einige Chrirurgen behandelten Patienten anders als es ein Arzt tun würde, der kein Chirurg ist, so Koeck. „Diese Chirurgen haben keine Hemmungen mehr. Sie sind daran gewöhnt zu schneiden. Es geht schnell, es ist grob“, meint Koeck. Viele Chirurgen hätten das Gefühl für den Patienten verloren und Patienten verlören ihre persönliche Ausstrahlung. Das habe sie schon immer gestört.

Bereits mit 17 Jahren hat Koeck begonnen, Medizin in Bordeaux (Frankreich) zu studieren. Dann kam sie für ihr Studium nach München. Die Assistenzarzt-Zeit hat sie 2015 an der Universitätsklinik Mainz begonnen und in verschiedenen medizinischen Fachbereichen Praktika gemacht, darunter die plastische Chirurgie, die Gynäkologie und die Pathologie. Sie spezialisierte sich erst einmal nicht. „Ich habe immer gedacht, gesagt auch: Ich will irgendwie so Sachen schön machen. Ich will was Gutes bringen, aber ohne das Patientenleben aufs Spiel zu setzen“, sagt Koeck.

Mithilfe verschiedener Fortbildungen und Workshops hat sie sich dann nach ihrer Approbation auf den Bereich der „ästhetischen Medizin“ konzentriert. „Ich bin der Meinung, dass man ein bisschen was machen kann - nicht zu viel, nicht zu wenig. Es soll helfen, aber nicht zu viel ändern“, erklärt Koeck. (mm/df)

Logo