Wollte frühere Mainzer Lehrerin (75) Minister Lauterbach entführen?

75-Jährige unter Terrorverdacht

Wollte frühere Mainzer Lehrerin (75) Minister Lauterbach entführen?

Eine 75-jährige pensionierte Lehrerin aus Mainz, die inzwischen in Sachsen lebt, steht offenbar im Verdacht, zu einer Terrorgruppe zu gehören, die mutmaßlich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) entführen wollte. Das berichtet die Allgemeine Zeitung.

Bei der 75-Jährigen soll es sich nach Informationen der Zeitung um eine ehemalige Mainzer Gymnasiallehrerin handeln, die der Reichsbürger-Szene angehören und seit dem Jahr 2006 im Ruhestand sein soll. Laut Generalbundesanwaltschaft ist die Beschuldigte dringend verdächtig, sich als Rädelsführerin an einer terroristischen Vereinigung beteiligt zu haben. Diese Gruppierung hatte es sich demzufolge zum Ziel gesetzt, in Deutschland bürgerkriegsähnliche Zustände auszulösen und damit den Sturz der Bundesregierung und der parlamentarischen Demokratie herbeizuführen.

Hierzu sei geplant gewesen, einen bundesweiten „Black Out“ durch Beschädigung oder Zerstörung von Einrichtungen zur Stromversorgung herbeizuführen. Überdies sollte der amtierende Bundesminister für Gesundheit, Prof. Dr. Karl Lauterbach, gegebenenfalls unter Tötung seiner Personenschützer, gewaltsam entführt werden, so die Bundesanwaltschaft in einer Erklärung zur Festnahme der 75-Jährigen.

Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, sei der ehemaligen Mainzer Lehrerin wegen ihrer Reichsbürger-Ideologie schon vor Jahren ihre Pension aberkannt worden. Dagegen habe sie sich vergeblich juristisch zur Wehr gesetzt. Erst im März 2022 sei ihre Klage vor dem rheinland-pfälzischen Oberverwaltungsgericht gescheitert.

Logo