Trotz Flutkatastrophe: Ministerin Spiegel machte vier Wochen Urlaub

Neuer Ärger für die ehemalige rheinland-pfälzische Umweltministerin Anne Spiegel: Anstatt sich um die Folgen der Flutkatastrophe zu kümmern, brach die Politikerin kurz danach in ihren Sommerurlaub auf - so der Vorwurf.

Trotz Flutkatastrophe: Ministerin Spiegel machte vier Wochen Urlaub

Die ehemalige rheinland-pfälzische Umwelt- und jetzige Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) gerät immer weiter unter Druck. Nachdem ihr zuletzt vorgeworfen wurde, dass sie unmittelbar nach der Flutkatastrophe im Ahrtal eher damit beschäftigt war, ihr eigenes Image aufzupolieren, hat sie nun erneut Ärger. Laut eines Berichts der Bild am Sonntag (Bams) machte sich Spiegel zehn Tage nach der Katastrophe auf zu einem vierwöchigen Urlaub in Frankreich.

Rückkehr „für öffentlichkeitswirksame Auftritte“

Eine entsprechende Anfrage der Bams bestätigte nun das Umweltministerium in Mainz. Spiegels Urlaubsbeginn sei somit ausgerechnet an dem Tag erfolgt, an dem vor einer erneuten Flutwelle gewarnt worden sei. Danach, so der Vorwurf der Zeitung, sei sie jedoch kurzzeitig am 10. August „für öffentlichkeitswirksame Auftritte“ im Ahrtal zurückgekehrt, damit ihre lange Abwesenheit nicht auffalle. Gleich danach sei sie wieder zurück nach Frankreich gereist, wo ihr Urlaub nach Auskunft des Ministeriums schließlich am 23. August endete.

Wie die Bams berichtet, habe das Ministerium in Mainz aber erklärt, dass Spiegel „rund um die Uhr“ telefonisch und per Mail erreichbar gewesen sei. Aus den Reihen der Union (CDU/CSU) wird inzwischen der Rücktritt Spiegels gefordert. So zitiert der Twitter-Account der CDU Rheinland-Pfalz den Landesvorsitzenden Christian Baldauf: „Eine Landesministerin, die während dieser schweren Katastrophe vier Wochen Urlaub macht, setzt die falschen Prioritäten. Was ist das für ein Amtsverständnis? Anne Spiegel ist als Ministerin untragbar.“

Spiegel selbst hat sich bisher noch nicht zur neuesten Kritik an ihr geäußert.

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