Fußball-Experte verklagt ZDF

Was der Mainzer Sender dazu sagt

Fußball-Experte verklagt ZDF

Der ehemalige Schweizer Schiedsrichter Urs Meier, der jahrelang für das ZDF als Experte tätig war, verklagt nun den Sender vor dem Mainzer Landgericht. Das berichtet die (Sport-)Bild.

Demnach gibt der Ex-Elite-Referee an, für die Fußball-Europameisterschaft 2020, die dann wegen Corona erst 2021 ausgetragen wurde, einen mündlichen Vertrag als Experte gehabt zu haben. Dann habe das ZDF (den deutschen Schiedrichter) Manuel Gräfe als Experten genommen, ohne Meier jedoch für die EM abzusagen, so Meier gegenüber der Zeitung. „Im März 2021 erkundigte ich mich, wie es mit den EM-Terminen aussieht. Im April wurde mir dann in Mainz mitgeteilt, dass ich nicht dabei sei.“

Wie die Bild berichtet, wäre Meier für die komplette EM als Experte engagiert gewesen. Ein Experten-Honorar soll dabei üblicherweise bei 20.000 bis 30.000 Euro pro Turnier liegen. Da Meier, wie er sagt, mit den ZDF-Terminen geplant habe, hätte er zu dieser Zeit andere Termine, wie Vorträge, abgelehnt. Die ausgefallenen Honorare hätte er nun gerne vom ZDF zurück, so der Schweizer in der Zeitung.

Inzwischen hat auch das ZDF reagiert. Gegenüber Bild teilt der Mainzer Sender mit, dass Meier ein vom ZDF geschätzter Fußball-Experte sei, mit dem in der Vergangenheit eine gute Zusammenarbeit bestand. Für die Europameisterschaft habe sich das ZDF jedoch entschieden, Meier für die Berichterstattung nicht einzusetzen und ihm dies frühzeitig und ordnungsgemäß mitgeteilt. „Ein Vertrag ist mit Herrn Meier hierzu nicht geschlossen worden“, erklärt das ZDF der Zeitung auf Anfrage. Mitte April soll es nun zum Termin zwischen Meier und dem ZDF vor dem Mainzer Landgericht kommen.

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