Mainzer Barkeeper gewinnt Cocktail-Wettbewerb

Der Mainzer Barkeeper und Liquid Artist Markus Schuler hat es geschafft: Im Sommer darf er Deutschland bei der alkoholfreien Cocktailweltmeisterschaft vertreten. Und das, obwohl er sonst eigentlich nichts mit Drinks ohne Alkohol am Hut hat.

Mainzer Barkeeper gewinnt Cocktail-Wettbewerb

Mit Freunden in eine Bar gehen und dem Barkeeper dabei zusehen, wie er den Lieblingsdrink zubereitet - das bleibt für die Mainzer weiterhin eine Traumvorstellung. Die Bars der Stadt dürfen wegen des Lockdowns nicht öffnen und die Barkeeper, die normalerweise hinter den Theken ihre Kreationen mixen, müssen zuhause bleiben. Markus Schuler, Barkeeper und Liquid Artist, hat die Zeit genutzt und für die German Bartenders Guild e.V. am deutschen Vorentscheid zur alkoholfreien Cocktailweltmeisterschaft „Mattoni Grand Drink 2021“ teilgenommen. Mit Erfolg: Er setzte sich in dem coronabedingt online stattfindenden Wettbewerb gegen neun weitere Teilnehmer durch und darf Deutschland beim internationalen Finale vertreten.

„Ich mache normalerweise nur Drinks, in denen so viel Alkohol drin ist, dass der Saft kaum Platz hat.“ - Markus Schuler

„Das war mein erster alkoholfreier Cocktail, den ich je in meinem Leben kreiert habe“, sagt Markus Schuler und lacht. „Wer mich kennt, weiß: Ich mache normalerweise nur Drinks, in denen so viel Alkohol drin ist, dass der Saft kaum Platz hat.“ Erschwerend hinzu kam, dass es unter all seinen bisher gewonnen Meisterschaften auch noch sein erster so großer Online-Wettbewerb war, sagt er. „Dementsprechend war ich ziemlich überrascht, dass ich gewonnen habe.“

Strenge Vorgaben

Die Teilnehmer des Vorentscheids mussten ihren selbst kreierten Cocktail mit Bild, detaillierter Rezeptur, Kalorien-Berechnung und der Geschichte dahinter vorab einreichen. Dabei gab es strenge Vorgaben. So musste eine der insgesamt sechs zugelassenen Zutaten das Mattoni-Wasser sein - und das sollte Hauptbestandteil werden. Außerdem sollte das Rezept für jedermann nachzumachen sein, die Zutaten müssen also überall erhältlich sein.

Die eingesendeten Rezepte wurden dann, coronabedingt, zentral in Frankfurt von einem kleinen Jurorenteam gemixt und getestet. Am 28. März stellten die Teilnehmer dann ihre Kreation und sich selbst via Zoom vor. Markus Schuler konnte die Juroren überzeugen, gewann den Vorentscheid und darf seinen Drink am 25. Juni im Finale in Tschechien vorstellen, wenn es die Coronasituation zulässt.

Für welche Zutaten und Rezeptur er sich entschieden hat und welche Story hinter dem Gewinner-Drink steckt, darf er erst nach dem Finale verraten. Danach möchte er seinen allerersten alkoholfreien Cocktail gemeinsam mit anderen Kreationen auch in die Karte seiner „Rheinhattan Bar“ aufnehmen, die er noch in diesem Jahr in Mainz eröffnen will.

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