Neuausrichtung der Mainzer Innenstadt: Rund 70 Maßnahmen beschlossen

Ist das der Masterplan für die Neuausrichtung der Mainzer Innenstadt? Am Donnerstag wurde eine Übersicht von Maßnahmen präsentiert, die die City fit für die Zukunft machen soll. Was im Einzelnen geplant ist und wann es losgehen soll.

Neuausrichtung der Mainzer Innenstadt: Rund 70 Maßnahmen beschlossen

Als „ein dickes Ding“ hat die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) den neuen Maßnahmenkatalog „zur Stärkung der Innenstadt nach Corona“ bezeichnet. In dem 74 Seiten langen Papier werden an die 70 Einzelmaßnahmen zur Wiederbelebung der Mainzer City aufgelistet. Die Ergebnisse hat Matz am Donnerstag auf einer Konferenz vorgestellt.

Wie die Wirtschaftsdezernentin sagt, gehöre die Zukunft der Innenstadt zu den wichtigsten Themen. „Das Ziel aller ist klar: eine attraktive, lebens- und liebenswerte Innenstadt, in der sich die Mainzer sowie die Gäste und Touristen wohlfühlen, sich gerne aufhalten und Mainzer Unternehmen erfolgreich sind.“ Es gehe unter anderem darum, die Lebensqualität zu steigern, die Wettbewerbsfähigkeit der Mainzer City in der Region Rhein-Main zu erhalten sowie die Stadträume an Anforderungen des demographischen Wandels anzupassen. Außerdem müsse man auf den beschleunigten Strukturwandel im Einzelhandel und ein verändertes Konsumverhalten aufgrund der Coronapandemie reagieren.

Deswegen wolle man unter anderem kulturelle Events in leerstehenden Gebäuden etablieren, den Einzelhandel mit der Gastronomie verknüpfen und Kunst und Kultur im öffentlichen Raum präsentieren. Außerdem soll die Außengastronomie auf öffentlichen Plätzen ausgebaut, eine neue Strategie für den Tourismus entworfen sowie eine Gepäckaufbewahrung in der Innenstadt bis hin zu autofreien Zonen in der Innenstadt geschaffen werden, so Matz. Ebenso habe man im Blick, Grünflächen, wie Kübelbegrünung und „Vertical Gardens“, in der Innenstadt zu schaffen.

Erste umsetzbare Maßnahmen

Zunächst handle es sich bei dem Maßnahmenkatalog jedoch um eine Grundidee beziehungsweise Basis, an der in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren ständig gearbeitet werden soll, so Matz. Eine Maßnahme, die sich relativ schnell umsetzen lasse, sei aber das Ausrichten von Events. Hier sehe sie die Möglichkeit, den Einzelhandel mit dem Feld der Kulinarik beziehungsweise des Weins zusammenzubringen, sagt Matz. Möglicherweise könne man hier beispielsweise unter der Beteiligung der Mainzer Winzer ein „Abend-Shopping“ mit Weinausschank und Essen kombinieren.

Wie die einzelnen Maßnahmen dann letztlich finanziert werden, würde im nächsten Schritt noch geklärt. Vom Erfolg der Maßnahmen ist die CDU-Politikern unter einer Bedingung überzeugt: „Wir können unsere Innenstadt, die schon jetzt sehr attraktiv ist, nur dann fit für die Zukunft und noch besser machen, wenn wir alle an einem Strang ziehen und zusammenarbeiten.“

Hintergrund

Der neue Maßnahmenkatalog ist das Ergebnis der virtuellen Workshop-Reihe „Mainzer Dialoge“, die vom 5. August bis zum 7. September 2021 unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) stattfand. Beteiligt an den Workshops waren unter anderen Mainzer Bürger, Einzelhändler, Gastronomen, IHK, Stadtverwaltung, Mainzplus Citymarketing, Mainz City Management und viele andere mehr.

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