Mainz sagt Müll-Problem den Kampf an

Vor allem an warmen Wochenenden sind die Mülleimer in Mainz oft überfüllt und auch an anderen Stellen liegt Müll herum. Die Stadt will jetzt dagegen vorgehen und hat ihre Maßnahmen für eine saubere Innenstadt intensiviert.

Mainz sagt Müll-Problem den Kampf an

Es ist ein Thema, das viele Mainzer nervt: Müll auf den Straßen. Erst vor Kurzem haben sich auch einige Merkurist-Leser darüber geärgert, dass vor allem die Innenstadt scheinbar immer mehr vermüllt. Leere Bierflaschen, Getränkedosen, Pizza-Kartons und sonstiger Unrat türmte sich vor überfüllten Mülleimern (wir berichteten). Die Stadt versicherte daraufhin, dass der Entsorgungsbetrieb die Mülleimer regelmäßig leert und auch schon weitere am Rheinufer aufgestellt wurden. Ansonsten wolle man weiterhin „situativ und angemessen“ auf das Problem reagieren - und das ist jetzt der Fall. Wie die Stadt am heutigen Freitag erklärt, hat sie ihre Reinigungsmaßnahmen erweitert.

„Das gute Wetter und die Corona-Lockerungen locken die Mainzerinnen und Mainzer wieder ans Rheinufer, in die Parks und auf die Grünflächen“, erklärt die Stadt in einer Mitteilung. „Damit einher geht ein erhöhtes Abfallaufkommen, leider bleibt auch einiges auf dem Boden liegen.“ Deshalb stellen der Entsorgungsbetrieb und das Grün- und Umweltamt unter anderem am Fischtorplatz, am Ernst-Ludwig-Platz und am Rheinufer weitere große 240 Liter-Abfalltonnen auf. Außerdem werden die öffentlichen Abfalleimer an den Wochenenden, insbesondere im Altstadtbereich, häufiger geleert. Dafür wird zusätzliches Personal eingesetzt. Zudem werden die Spielplätze im Volkspark, im Hartenbergpark und am Rheinufer in den Sommermonaten täglich gereinigt.

Ab dem kommenden Wochenende sind zusätzlich wieder die Grillscouts am Rheinufer unterwegs. Sie verteilen Müllsäcke und Hundekotbeutel und klären vor Ort über die richtige Entsorgung von Müll auf. Auch die Schilder „Mainz genießen und Rücksicht nehmen“, die man schon vom Rheinufer kennt, werden in den nächsten Wochen in größerem Format auf weiteren Grünflächen zu finden sein. Zusätzlich will die Stadt online über Müllentsorgung aufklären.

Bei all den neuen Maßnahmen macht sie aber auch klar: „Die Maßnahmen für eine saubere Innenstadt wurden intensiviert, dennoch wird eine Stadt nur dann sauber sein, wenn alle an einem Strang ziehen und Müll nicht achtlos liegen gelassen oder weggeworfen wird.“ Jeder könne dazu beitragen, die Stadt sauberzuhalten. Beispielsweise, indem man größere Abfälle zerkleinert in den Müll wirft, sich einen anderen Abfalleimer sucht, wenn der nächstgelegene überfüllt ist, oder Mehrwegverpackungen verwendet.

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