Corona-Krise: Wie Mainzer Supermärkte Kunden und Personal schützen

Um sich nicht mit dem Coronavirus zu infizieren, sollte man so wenig wie möglich Kontakt zu anderen haben. In Supermärkten ist dies nicht möglich. Deshalb ergreifen die Unternehmen nun neue Maßnahmen, um ihre Kunden und Mitarbeiter zu schützen.

Corona-Krise: Wie Mainzer Supermärkte Kunden und Personal schützen

Auch wenn in der Corona-Krise mittlerweile nahezu alle Geschäfte geschlossen haben, bleiben Supermärkte und Discounter in Mainz geöffnet, um die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Da aber in diesen Läden mehr als die inzwischen nur noch fünf erlaubten Personen zusammentreffen, sind besonders die Mitarbeiter, aber auch die Kunden der Supermärkte einem erhöhtem Infektionsrisiko ausgesetzt.

Aus diesem Grund treffen nun die großen Anbieter weitere Maßnahmen, um ihre Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Sichtbarste Veränderung werden bei den meisten Märkten große Plexiglasscheiben rund um die Kasse sein. Welches Unternehmen welche Maßnahmen trifft, zeigen wir Euch in einer Übersicht.

Aldi

Aldi Süd teilt auf Anfrage von Merkurist mit, dass die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter und Kunden oberste Priorität hätten. „Neben verschiedenen anderen Maßnahmen werden aktuell in einer Vielzahl von Filialen Plexiglasscheiben an den Kassen installiert“, so eine Sprecherin. Zudem bitte man Kunden verstärkt kontaktlos und mit Karte zu bezahlen. Bei Beträgen bis 25 Euro funktioniere das komplett ohne PIN-Eingabe und Berührung des Kartenterminals oder den Austausch von Bargeld. „Grundsätzlich bieten wir unseren Kunden aber das gesamte Spektrum an Bezahloptionen an“, so die Sprecherin. Außerdem würden in den Filialen im Kassenbereich Klebestreifen auf dem Boden angebracht, um auf die Abstandsregeln hinzuweisen.

Lidl

Die Supermarktkette Lidl „wird kurzfristig einen Plexiglasschutz als Sofortmaßnahme an den Kassen installieren. Zudem werden Bodenaufkleber als Abstandshalter in allen Filialen und verschiedene Plakate mit Hinweisen und Hygienevorschriften angebracht“, erklärt das Unternehmen auf Anfrage. Zudem empfehle man Kunden, an der Kasse bevorzugt bargeldlos zu zahlen.

Rewe und Penny

Rewe und Penny „installieren im Kassenbereich sukzessive in allen Märkten durchsichtige Schutzscheiben als Präventivmaßnahme für die Mitarbeiter“, so ein Sprecher des Unternehmens. Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz seien weiterhin die durch die Behörden kommunizierten Maßnahmen wie die korrekte Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene und das Abstandhalten zu anderen Personen, so das Unternehmen.

Netto

Netto teilt auf Anfrage mit, dass den Mitarbeitern an der Kasse Einweghandschuhe zur Verfügung stünden. „Zusätzlich realisieren wir aktuell im Kassenbereich Fußbodenmarkierungen im Abstand von zwei Metern zum Schutz unserer Kunden. Als weitere Sicherheitsmaßnahme bauen wir aktuell in unseren Filialen einen Hygieneschutz (sogenannter Spuckschutz) in den Kassenbereichen.“ Zum Schutz aller empfehle Netto seinen Kunden, bargeldlos zu bezahlen, so das Unternehmen. Zudem gebe es in über 100 Netto-Filialen Selbstbedienungskassen.

Globus

Auch bei Globus würden weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um Mitarbeiter und Kunden zu schützen, sagt der „Leiter Qualitätssicherung“, Prof. Dr. Horst Lang, auf Anfrage. Dazu gehören „Plexiglas an den Kassen und Abstandsaufforderungen auf dem Boden. Daneben bitten wir unsere Kunden durch Hinweise in den Märkten um bargeldlose Bezahlung und verweisen auf unseren Self-Scanning-Service“, so Lang. Die angesprochenen Maßnahmen würden aktuell in allen Warenhäusern sukzessiv umgesetzt.

Edeka hat sich bisher nicht auf Anfrage geäußert.

Am Freitagnachmittag hat sich auch die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) zu dem Thema geäußert. Demnach müssen Lebensmittelläden nun an Ein- oder Ausgang Desinfektionsmöglichkeiten bieten. Bei Selbstbedienungstheken sollen Einmal-Handschuhe bereitstehen. Außerdem rief Höfken nochmals dazu auf, in den Supermärkten und an anderen Orten Abstand zu anderen Menschen zu halten. (mo)

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