Warum in Mainz jetzt die Straßenlaternen gedimmt werden

Wenn es in Mainz dunkel wird, gehen die Straßenlaternen an. Dabei wird die Beleuchtung inzwischen immer effizienter. Was jetzt noch geplant wird, um die Mainzer nicht im Dunkeln stehen zu lassen.

Warum in Mainz jetzt die Straßenlaternen gedimmt werden

Licht aus, Spot an! So könnte es bald auf einzelnen Wegen in Mainz sein, die von Straßenlaternen beleuchtet werden. Denn die Stadt will, wo es geht, von nicht effizienter Dauerbeleuchtung auf smarte Technik umrüsten - und somit auch Strom einsparen.

Einsatz von effizienter Energietechnik

Aktuell werden etwa 25.000 Leuchten im Stadtgebiet betrieben. Wie Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr auf Anfrage erklärt, sei die öffentliche Straßenbeleuchtung über das Jahr dabei im Durchschnitt rund 4100 Stunden im Betrieb. Aktuell werde nun auf einigen weniger frequentierten Fuß- und Radwegen die Beleuchtung zwischen 1 Uhr und 5 Uhr auf 50 Prozent gedrosselt. In der Planung seien aktuell erstmals Beleuchtungsanlagen für Fuß- und Radwege mit Solarleuchten und einer bedarfsorientierten Beleuchtungsanlage. „Die Leuchten sollen mit Sensorik ausgerüstet nur in Betrieb gehen, wenn Fußgänger und Radfahrer die Wege nutzen“, so Peterhanwahr. Eine kürzere Leuchtdauer auf Wegen, bei denen keine Sicherheitsbedenken bestehen, sei zudem in der Diskussion.

Die Stadt Mainz habe zudem auf dem Sektor „Smarte Beleuchtung“ den Zuschlag für Fördergelder für ein solches Pilotprojekt erhalten. Es stünden zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch keine konkreten Wegstrecken für die Umsetzung fest, so Peterhanwahr. Diese wären aber auch nur in abgelegeneren Bereichen sinnhaft. Generell soll der Ausbau der LED-Technik bei der öffentlichen Beleuchtung aus ökologischen und ökonomischen Gründen zusätzlich forciert werden. „Der bereits erzielte Einspareffekt ist enorm.“ Eine konkrete Geldsumme könne die Stadt Mainz derzeit aber nicht nennen. Auch die Drosselung der Beleuchtung bis hin zur kompletten Abschaltung in der Nacht und der Ausbau von Solarleuchten mit bedarfsorientierter Technik könne zu Einspareffekten führen.

So sei bereits Anfang 2012 eine LED-Teststrecke in der Mainzer Oberstadt eröffnet worden, bei der die alte Straßenbeleuchtung durch zwölf unterschiedliche LED-Modelle (insgesamt 60 LED-Leuchten) ersetzt wurde, erklärt der Stadtsprecher. In den folgenden Jahren seien die neuen Leuchten dann untersucht worden. „Diese Erkenntnisse fanden Eingang in künftige Entscheidungen zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung im gesamten Stadtgebiet.“ Der LED-Bestand habe sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. „Die jährliche Energieeinsparung gegenüber 2012 entspricht aktuell fast 20 Prozent, Tendenz steigend“, erklärt Peterhanwahr. Die Straßenbeleuchtung werde dabei zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen (Ökostrom) gespeist. Auf diesem Wege werde schließlich das Ziel einer klimaneutralen Stadtbeleuchtung erreicht.

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