Wer muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

Seit mehr als zwei Monaten ist ein Mundschutz in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens Pflicht. Doch auch wenn die Maske nun schon eine Weile zum alltäglichen Leben gehört, es kommen immer wieder neue Fragen auf.

Wer muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

„Ich schütze Dich, Du schützt mich!“: Unter diesem Leitmotto hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz vor einigen Wochen die Maskenpflicht eingeführt. „Die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung leistet einen wichtigen Beitrag, um die Ansteckungsgefahr weiter zu minimieren“, erklärte die Landesregierung in einer Mitteilung. Doch auch wenn die Pflicht klar definiert ist, immer wieder kommen Fragen auf. Wir haben die wichtigsten zusammengefasst.

Wo muss ein Schutz getragen werden und wie kann er aussehen?

Ein Mund-Nasen-Schutz muss zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen angelegt werden. Es braucht nicht unbedingt eine gekaufte oder selbstgenähte Alltagsmaske, auch mit Tüchern, Schals oder Buffs können Mund und Nase bedeckt werden. Speziell gilt die Pflicht in folgenden Bereichen:

  • Einzelhandelsbetriebe,

  • Verkaufsstände auf Wochenmärkten,

  • Apotheken, Sanitätshäuser,

  • Tankstellen, Kraftfahrzeug-und Lastkraftwagenhandel einschließlich des einschlägigen Ersatzteilhandels, Fahrradhandel, Autowaschanlagen,

  • Banken und Sparkassen, Poststellen,

  • Reinigungen, Waschsalons,

  • Buchhandlungen, Büchereien, Zeitungs-und Zeitschriftenverkauf, Bibliotheken und Archive,

  • Bau-, Gartenbau-und Tierbedarfsmärkte, Großhandel,

  • Museen, Galerien, Ausstellungen, Gedenkstätten, Bau-und Kulturdenkmäler.

Regeln für alle weiteren Bereiche hat die Landesregierung in einer Auslegungshilfe zur Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung definiert.

Wer muss den Schutz tragen?

Grundsätzlich muss jeder einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen: Befreit sind von der Pflicht Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres sowie Menschen, für die das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar ist. Dies müsse mit einer ärztlichen Bescheinigung nachgewiesen werden können. Ausnahmen gibt es auch für Mitarbeiter von Geschäften, sofern dort andere Schutzmaßnahmen ergriffen wurden - zum Beispiel Trennwände.

Was passiert ohne Mund-Nasen-Schutz im ÖPNV oder in einem Geschäft?

Seit dem 4. Mai kann ein Verwarnungsgeld von zehn Euro fällig werden. Wenn Mitarbeiter geöffneter Geschäfte Mund und Nase nicht abgedeckt haben und dort auch keine anderen Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, kann dies mit einem Bußgeld von 250 Euro für die Betreiber geahndet werden.

Wer überwacht die Maskenpflicht?

Dafür sind die kommunalen Vollzugsdienste zuständig. Wenn es im Einzelfall erforderlich sei, greife auch die Polizei ein, so die Landesregierung. (pk)

Logo