Er will Mainzer Oberbürgermeister werden

Aus vier mach fünf: Seit Montagabend ist klar, dass auch die Partei „Die Linke“ einen Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl im Oktober ins Rennen schickt. Stadtratsmitglied Martin Malcherek wurde am Mittwoch der Presse vorgestellt.

Er will Mainzer Oberbürgermeister werden

Rund zwei Monate vor der Mainzer Oberbürgermeisterwahl am 27. Oktober gibt es noch einen weiteren Kandidaten. Am Montag hat „Die Linke“ erklärt, dass Martin Malcherek für die Partei ins Rennen um den Posten des Mainzer Oberbürgermeisters (OB) gehen wird. Er wird gegen den aktuellen OB Michael Ebling (SPD), den parteilosen Nino Haase, Tabea Rößner von den Grünen und Martin Ehrhardt von der Partei „Die PARTEI“ antreten. Doch wie tickt Malcherek und was würde er als Mainzer Oberbürgermeister verändern?

Beim Pressegespräch am Mittwoch erklärte der Linken-Kreisvorsitzende Tupac Orellana die späte Kandidatur Malchereks: „Wir haben uns den OB-Wahlkampf angesehen und festgestellt, dass keiner der Kandidaten unserer Meinung nach klassische linke Themen behandelt, wie wir uns das vorstellen.“ Der 46-jährige Rechtsanwalt Malcherek habe sich nun in einer internen Abstimmung gegen zwei weitere Kandidaten als OB-Kandidat durchgesetzt.

„Die anderen Kandidaten sind ein bisschen wie das aktuelle Offensivspiel von Mainz 05 - sie kommen zu sehr über die Mitte.“ - Martin Malcherek (Die Linke)

Dass seine Chancen, Mainzer Oberbürgermeister zu werden, gering sind, sei ihm klar, erklärte Malcherek. Trotzdem sei es wichtig, dass jemand die Themen anspricht, „die andere nicht liefern“. So wirbt er beispielsweise für einen auf lange Sicht kostenfreien ÖPNV in Mainz, eine stärkere Förderung von Kultur und Subkultur, die Enteignung der Grundstücke von leerstehenden Gebäuden und für die Wiedereingemeindung der rechtsrheinischen Stadtteile Amöneburg, Kostheim und Kastel. Mit Blick auf die Konkurrenz sagte Malcherek im Spaß: „Die anderen Kandidaten sind ein bisschen wie das aktuelle Offensivspiel von Mainz 05 - sie kommen zu sehr über die Mitte.“ Nun sei es an ihm, zumindest den linken Flügel zu beleben.

Mainz brauche in der aktuellen Lage keine Politik des „Weiter so“, meinte Malcherek. Jetzt sei es an der Zeit für „soziale und kreative Ideen“. Seine Agenda: klassisch links. „Als Oberbürgermeister werde ich mich für eine Stadt für alle einsetzen, gerade auch für Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen, für Menschen mit Migrationshintergrund, für Geschlechtergerechtigkeit und gegen Diskriminierung.“ (df)

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