Er ist Verbindungsachse von Hartenberg-Münchfeld in Richtung Hauptbahnhof und Innenstadt für Fußgänger und Radelnde, es gibt Bänke zum Ausruhen, eine Tischtennisplatte, einen Bouleplatz, eine Fläche mit zwei Fußballtoren und eine mit Basketballkorb: Der Martin-Luther-King-Park (MLK) oberhalb des Mainzer Taubertsbergbades ist nicht groß aber er wird intensiv genutzt. Auch von Menschen die mit ihren Hunden Gassi gehen.
Im Juli 2025 demonstrierten im MLK-Park Menschen und Hunde für eine bessere Infrastruktur für Hundebesitzer. Auf der Plattform „Hundewiese-fuer-mainz.de“ werden u.a. die flächendeckende Aufstellung von Kotbeutelbehältern und eine Hundewiese gefordert. Laut Eigendarstellung erhebe Mainz die höchste Hundesteuer in Deutschland und erziele so Einnahmen in „Millionenhöhe“. Die Demonstration zeigte Wirkung. Anfang September 2025 beauftragte der Mainzer Stadtrat die Verwaltung zu prüfen, „welche städtischen und stadtnahen Liegenschaften sich zur Einrichtung umzäunter Hundewiesen eignen“. Ergebnisse dieser Prüfung sind bislang nicht bekannt.
Grundsätzlich keine Hundespielwiesen auf städtischen Grünflächen
Im MLK-Park hat sich derweil eine Gruppe von Hundegassigehern fest etabliert. Während sich die Menschen unterhalten, spielen die Hunde miteinander, angeleint sind nicht alle. Laut Beschilderung gilt die Fläche als „Öffentliche Grünfläche“, hier besteht Anleinpflicht. Der Kindergarten Am Fort Hauptstein ist nur wenige Meter entfernt, die AWO betreibt hier den Kinder- und Jugendtreff „Park-Haus“. Auf der Tagesordnung der letzten Ortsbeiratssitzung am 10. März 2026 stand eine Mitteilung der Dezernentin für Umwelt und Mobilität, Janina Steinkrüger an die Ha-Mü-Ortsvorsteherin Christine Sauer.
Steinkrüger bezieht sich auf Äußerungen ihrer Parteikollegin und weist darauf hin, dass die Verwaltung grundsätzlich keine Hundespielwiesen auf städtischen Grünflächen einrichten würde. Das Stadtgebiet sei strukturell mit Angeboten für die Freizeitgestaltung und die freiraumgebundene Naherholung unterversorgt. Die Bereitstellung großflächiger Hundewiesen würde das bestehende Angebot zusätzlich verknappen. Steinkrüger weist außerdem darauf hin, dass die Fläche grundsätzlich überplant werden soll, so habe es der Stadtrat im Mai 2024 entschieden. Nach Abschluss der Arbeiten am alten jüdischen Friedhof und der Ausweisung der Paul-Denis-Straße als Grünfläche solle hier Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Eine Nutzung als „Hundewiese“ könne aus den genannten Gründen nicht erfolgen.