Der „Spiegel“ macht sich über Mainz lustig

In einer Glosse macht sich das Hamburger Magazin „Der Spiegel“ über den Zustand in der Stadt Mainz lustig. Viele Mainzer dürften es ähnlich sehen.

Der „Spiegel“ macht sich über Mainz lustig

Das Impfstoff-Wunder von Biontech rettete nicht nur „Millionen Menschen das Leben“, wie Bundeskanzler Olaf Scholz sagte. Es sorgte auch für einen echten Geldsegen für die Stadt Mainz und Rheinland-Pfalz. Das Land gehört jetzt erstmals seit Jahrzehnten zu den Geberländern, die Stadt kann ihre Schulden abbauen und kräftig investieren. Und das ist laut des Magazins „Spiegel“ auch dringend notwendig.

In seiner Glosse beschreibt „Spiegel“-Autor Arno Frank die aktuelle Situation in Mainz nicht gerade schmeichelhaft. „Allein Mainz mit seinen maroden Straßen und den steppengleichen Grünflächen wird in absehbarer Zeit von dem Gewerbesteuersegen profitieren.“ Auch das Land Rheinland-Pfalz kommt nicht gut weg: „Über Jahrzehnte hinweg gab sich das Land der Wälder, Hinterwälder, Wiesen und Felder der querfinanzierten Wohllebe hin“, schreibt Frank.

Die satirische Kritik an Mainz dürfte allerdings durchaus den Nerv vieler Mainzer treffen. Schließlich gibt es immer wieder Kritik am Zustand mancher Straßen und Plätze. Der Mainzer Satireaccount auf Instagram „Grünflächenamt Mainz“ nahm den Ball des „Spiegel“ sofort auf. „Es ist absolut schleierhaft, was der Spiegel hier meint. Wenn hier erst mal schöne neue Betonplatten liegen, ist doch alles wunderbar. Und die Straßen bauen wir ja schon länger aus. Vor allem als Ersatz für Fahrradwege.“

Mit den Biontech-Rekordeinnahmen hat es die Stadt Mainz jetzt selbst in der Hand, etwas daran zu ändern.

Den ganzen „Spiegel“-Artikel könnt ihr hier lesen.

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