5 weltweit genutzte Produkte aus Mainz

Egal ob Brezeln oder Reinigungsmittel: Mainzer Produkte verkaufen sich auf der ganzen Welt. Eines schaffte es, die Umlaufbahn der Erde zu verlassen. Ein anderes ist aktuell in aller Munde.

5 weltweit genutzte Produkte aus Mainz

Leckeres Laugengebäck, Glas, das es bis auf den Mond geschafft hat und eine Erfindung, die Leben gerettet hat. Wir präsentieren euch fünf Mainzer Produkte, die weltweit genutzt werden.

Mainzer Brezeln

Ob am Bahnhof, am Höfchen oder an der Römerpassage: An der Bäckerei-Kette Ditsch führt in Mainz kein Weg vorbei. 1919 von Bäckermeister Wilhelm Ditsch in einer kleinen Altstadtbäckerei gegründet, ist das Unternehmen in den vergangenen 100 Jahren zu einer deutschlandweiten Marke gewachsen. Was viele Brezel-Esser nicht wissen: Das Laugengebäck wird auch in der Schweiz und in England vertrieben. So gibt es zum Beispiel Ditsch-Filialen in London, Manchester und Liverpool. Sollte Jürgen Klopp also einmal das Heimweh packen, ist er in der englischen Hafenstadt zumindest kulinarisch seiner Mainzer Heimat verbunden.

Reinigungsmittel und Schuhcreme

Anfang des 20. Jahrhunderts gelang dem Chemiker Philipp Adam Schneider im Auftrag von Werner & Mertz eine kleine Sensation: Er erfand eine Schuhcreme, die später den Markennamen „Erdal“ erhalten sollte. Damit entwickelte Schneider die erste Schuhcreme der Welt. Bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts vertreibt Werner & Mertz Reinigungsmittel - und das nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Das in der Neustadt ansässige Unternehmen produziert und verkauft seine Putz- und Pflegemittel zum Beispiel auch in Österreich, Italien und Spanien. Für das Engagement beim Thema Nachhaltigkeit werden die „Frosch“-Produkte immer wieder ausgezeichnet.

Corona-Impfstoff

Im Jahr 2008 gründeten Ugur Sahin, Özlem Türeci und Christoph Huber das Unternehmen Biontech mit Hauptsitz in der Mainzer Oberstadt. Was zu dieser Zeit noch niemand ahnen konnte: Im Jahr 2020 sollte es das inzwischen gewachsene Unternehmen zu weltweiter Bekanntheit schaffen. Nur rund ein Dreivierteljahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie wurde der Biontech-Impfstoff „Lightspeed“ zugelassen und seit dem in alle Welt exportiert. Ugur Sahin und Özlem Türeci sind inzwischen ebenfalls bekannter als noch im Jahr 2008: Sie sind mittlerweile Träger des Bundesverdienstkreuzes (wir berichteten).

Essig

Die Essig-Essenz „Surig“ ist wohl eine der Dinge, die in kaum einem Haushalt fehlen. Was allerdings viele nicht wissen: Dahinter steckt eine Firma aus Mainz – „Speyer & Grund“, die als in Deutschland führende Herstellerin und Vertreiberin von Genuss-Essigsäure gilt. Ein weiteres Produkt des Unternehmens ist das Citrovin-Säurungsmittel, das in kleinen Plastikzitronen erhältlich ist.

Die Essig-Essenz, die „Speyer & Grund“ vertreibt, wurde übrigens zunächst von einem anderen Mainzer Unternehmen hergestellt: Das Mombacher Chemieunternehmen „Ineos Paraform“ hat 1877 die erste genießbare Essigsäure produziert.

Spezialglas aus der Neustadt

Seit 1952 haben die Glaswerke der Schott AG ihren Sitz in Mainz. Eigentlich gründete Otto Schott das Unternehmen bereits 1884 im thüringischen Jena, doch nach dem Zweiten Weltkrieg verlor er den ersten Firmensitz wegen einer Zwangsenteignung durch die alliierten Streitkräfte. Daraufhin zog das Unternehmen in die Mainzer Neustadt.

Hier wird sogar spezielles Glas für die Weltraumtechnik hergestellt, welches zum Beispiel beim Bau von Satelliten und Sonden verwendet wird. Außerdem produziert und vertreibt die Schott AG ihre Glas-Waren für Flugzeuge, Solarenergie-Anlagen und für Pharmazie auf jedem Kontinent der Erde. Dank Schott hatte Mainz sogar seinen Anteil an der Mondlandung: Bei Neil Armstrongs Mondmission Apollo 11 waren Foto- und Filmkameras mit an Bord der Mondlandefähre Eagle. Bestückt waren die Objektive der Kameras mit optischen Gläsern von Schott - hergestellt im Mainzer Hauptwerk.

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