Shoppingtour am Sonntag

Am kommenden Sonntag haben die Mainzer Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Was die Besucher außerdem erwartet, verrieten die Verantwortlichen in einer Pressekonferenz.

Shoppingtour am Sonntag

Früher war es üblich, dass die Bewohner des Mainzer Umlandes zu Beginn der kalten Jahreszeit in die Stadt kamen, um sich mit warmer Kleidung einzudecken. Heutzutage ist der sogenannte Mantelsonntag ein verkaufsoffener Sonntag, der kommendes Wochenende zum 23. Mal stattfindet. Von 13 bis 18 Uhr haben die Geschäfte geöffnet, zusätzlich gibt es Imbissbuden, Verkaufs- und Infostände, ein Kinderkarussell und Livemusik.

“Die Mutter der verkaufsoffenen Sonntage“

„Viele Besucher informieren sich schon mal über Weihnachtsgeschenke.“ - Martin Lepold, Werbegemeinschaft Mainz e.V.

Organisator des Mantelsonntags ist die Werbegemeinschaft Mainz, die gemeinsam mit der Stadt Mainz, dem Mainz City-Management, der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) und der Parken in Mainz GmbH (PMG) auch das Rahmenprogramm veranstaltet. Laut Martin Lepold, dem Vorsitzenden der Mainzer Werbegemeinschaft, erwarteten nicht nur die Bekleidungsgeschäfte regen Zulauf: „Viele Besucher informieren sich schon mal über Weihnachtsgeschenke.“ Daneben seien Beleuchtungs-, Deko- und Bastellläden beliebt, aber auch andere Geschäfte seien in der Vergangenheit gut besucht worden.

„Die Stadt wirkt nie voll, weil sich die Besucher verteilen“ - Martin Lepold

„In den vergangenen Jahren gab es viel Aktivität in den Quartieren“, erklärt der Mainzer Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte. „Der Mantelsonntag ist die Mutter der verkaufsoffenen Sonntage.“ Der Tag sei der meistfrequentierte verkaufsoffene Sonntag in Mainz und habe in den Vorjahren 80.000 bis 100.000 Besucher angezogen. Drängelnde Menschenmassen in der Innenstadt seien aber nicht zu befürchten: „Die Stadt wirkt nie voll, weil sich die Besucher verteilen“, erklärt Lepold. „Es gibt keine Hektik und man kann ganz entspannt bummeln und zwischendurch mit Freunden ein Glas Wein trinken.“

Essen, Trinken, Einkaufen

Den bieten sechs Weingüter an in der Stadt verteilten Verkaufsständen an. Daneben gibt es auch Kaffee-, Süßigkeiten- und Imbissstände, beispielsweise von O's Curry und N'Eis. Für den kleinen Hunger zwischendurch verteilen die Mitglieder der Werbegemeinschaft Äpfel aus der Region. Auf dem Burgundermarkt am Gutenbergplatz, der auch schon am Samstag geöffnet ist, gibt es französische Spezialitäten, Weine und Liköre. Für die kleinen Besucher wird ein Karussell auf dem Leichhof stehen und im Kirschgartenviertel tritt das Kammermusikensemble Laubenheim auf.

„Die Besucher können die Stadt in Ruhe entdecken und versteckte Ecken finden.“ - Martin Lepold

„Der Mantelsonntag ist bewusst eine Veranstaltung der leisen Töne“, erklärt Lepold. „Das Besondere ist ja, dass es keine zentralen Events gibt. Die Besucher können die Stadt in Ruhe entdecken und versteckte Ecken finden.“ Den Einkauf als Erlebnis zu präsentieren ist für Wirtschaftsdezernent Sitte auch ein Versuch, dem Trend zum Onlinehandel entgegenzuwirken: „Wir wollen auch in Zukunft hohe Besucherzahlen erreichen. Neugestaltete Straßen und eine attraktive Innenstadt in Kombination mit Events sollen den Stadtbesuch zum Erlebnis machen.“

Gepäckbus am Höfchen

Um Besucher von außerhalb in die Stadt zu locken, gibt es auch in diesem Jahr das „Mainz trifft sich!“-Ticket der MVG, mit dem bis zu fünf Personen den ganzen Tag öffentliche Verkehrsmittel nutzen können. Das Ticket kostet fünf Euro und ist sowohl bei den Fahrern, als auch an Automaten erhältlich. Zudem erweitert die MVG zwischen 12 und 19 Uhr das Fahrangebot und setzt mehr Busse und Straßenbahnen ein. Da die Ludwigsstraße am Mantelsonntag gesperrt ist, werden Ersatzhaltestellen bedient.

Statt der Linienbusse wird an der Haltestelle Höfchen der Gepäckbus der Werbegesellschaft des Mainzer Einzelhandels stehen. Hier können die Besucher ihre Einkäufe zwischenlagern, sollten aber daran denken, das Gepäck bis spätestens 18 Uhr wieder abzuholen. Wer im Stadtgebiet wohnt, hat die Möglichkeit, sich seine Einkäufe von Velo Carrier-Fahrern umweltfreundlich bis vor die Haustür liefern zu lassen. Bei der Stadtbummel-Planung sollten die Besucher bedenken, dass in der Nacht zum Sonntag die Uhren auf Winterzeit umgestellt werden.

Logo