Ist Rheinland-Pfalz auf eine vierte Welle im Herbst vorbereitet?

In der aktuellen Folge des Podcasts der Landesregierung, spricht Ministerpräsidentin Malu Dreyer über den Corona-Sommer und wie gut Rheinland-Pfalz auf eine vierte Welle im Herbst vorbereitet ist.

Ist Rheinland-Pfalz auf eine vierte Welle im Herbst vorbereitet?

Wie kommen wir durch den Corona-Sommer und ist Rheinland-Pfalz eigentlich auf eine mögliche vierte Welle im Herbst vorbereitet? Darüber spricht die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin in der aktuellen Folge des Podcasts der Landesregierung „Malu Dreyer direkt“. Ihr Appell: Sommer genießen, aber nicht zu leichtsinnig werden.

„Wie ganz viele andere auch freue ich mich riesig auf den Urlaub“, sagt Dreyer im Gespräch mit der Sprecherin der Landesregierung Andrea Bähner. „Wir haben viele Möglichkeiten, müssen aber zeitgleich darauf achten, dass es kein böses Erwachen nach dem Urlaub gibt.“ Ein Blick in Länder wie Portugal, Teile Spaniens, die Türkei und Belgien zeige, dass die Infektionszahlen schnell wieder in die Höhe schießen könnten. „Wir schauen auf diese Länder und nehmen die Entwicklung ernst.“

AHA-Regeln einhalten und testen lassen

Und dennoch: „Es sind jetzt viel mehr Menschen geimpft und wir arbeiten intensiv daran, dass es noch mehr werden. Und wenn wir ein bisschen auf die AHA-Regeln achten, wird alles gut und wir können auch ein bisschen unbeschwert unseren Urlaub genießen.“ Besonders weiterhin Abstände einzuhalten, sei ein wichtiger Faktor. Dreyer empfiehlt außerdem, sich vor Ein- und Ausreisen testen zu lassen, auch wenn man bereits geimpft ist: „Das gibt uns einfach mehr Sicherheit nach den Ferien.“

Damit möglicherweise infizierte Reiserückkehrer keine großen Auswirkungen auf die Schulen haben, soll in den ersten beiden Wochen nach den Ferien in Schulen getestet und Maske getragen werden, sagt Dreyer. Diskussionen über mögliche Schulschließungen nach den Ferien, findet die Ministerpräsidentin jetzt aber unangebracht. „Mich ärgert, dass es jetzt schon wieder Debatten über Schulschließungen, Wechselunterricht und ähnliches gibt.“ Es bleibe das größte Ziel, dass die Kinder im Präsenzunterricht bleiben dürfen.

„Rheinland-Pfalz ist gut auf vierte Welle vorbereitet“

Einer möglichen vierten Welle im Herbst sieht Dreyer relativ entspannt entgegen: „Rheinland-Pfalz ist gut vorbereitet. Unser Gesundheitssystem hat sich sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich als sehr robust erwiesen.“ Alle Gesundheitsämter hätten inzwischen die Kontaktnachverfolgungssoftware „Sormas“ eingerichtet, Mitarbeiter seien geschult und es könnten Nachverfolgungsapps wie Luca verwendet werden. Außerdem sei mittlerweile ein Drittel der Rheinland-Pfälzer vollständig geimpft, die Zahlen stiegen und das Impfen werde in Zukunft noch unbürokratischer.

„Die Gefahr der vierten Welle ist im Vergleich zur dritten Welle relativ gering. Auch wenn Zahlen steigen mögen, haben wir doch sehr viel mehr Möglichkeiten, uns gegen das Virus zu wehren. Und da steht die Impfung natürlich allem voran.“ Deshalb appelliert die Ministerpräsidentin noch einmal an alle, die sich nicht impfen lassen möchten, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. So könne man am besten seine Mitmenschen schützen.

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