Gefährliche Kälte: So kann man Obdachlosen in Mainz helfen

Kälte und Frost können für Obdachlose lebensgefährlich sein. Mit einfachen Mitteln könnt ihr den Menschen helfen und sogar Leben retten.

Gefährliche Kälte: So kann man Obdachlosen in Mainz helfen

Für Menschen, die auf der Straße leben, bedeuten die kalten Wintertage eine besondere Gefahr. Nässe und Frost können schnell lebensbedrohlich werden. Tipps, wie man obdachlosen Menschen jetzt helfen kann, geben etwa die Mainzer Malteser.

Der wichtigste Schritt sei demnach, Menschen anzusprechen, die ungeschützt in der Kälte sitzen oder liegen. Das gilt besonders, wenn die Person allein ist. Man sollte fragen, ob und wie man helfen kann, etwa mit einem heißen Getränk oder einer warmen Mahlzeit. Auch die Information über Angebote wie Kältebusse oder Wärmestuben kann sehr hilfreich sein.

Ansprechen und im Notfall 112 wählen

Bestehen Zweifel, ob eine Person ihre Lage noch selbst einschätzen kann, oder liegt ein medizinischer Notfall vor, sollte umgehend der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 alarmiert werden, empfehlen die Malteser. In einem solchen Fall sollte man bei der Person zu bleiben, bis die Rettungskräfte eintreffen.

Oft sei menschliche Zuwendung aber ebenso wichtig wie materielle Hilfe. Wenn man merke, dass eine Person reden möchte, sollte man sich die Zeit für ein Gespräch nehmen. „Oftmals ist für von Obdachlosigkeit Betroffene ein interessiertes Gespräch viel mehr wert als eine Geld- oder Sachspende“, so die Malteser. Diese Aufmerksamkeit könne den Betroffenen nicht nur guttun, sondern ihnen auch die eigene gefährliche Situation im Frost bewusst machen.

„In Mainz sorgen Stadt, Träger und viele Ehrenamtliche gemeinsam dafür, dass jede*r, der Schutz braucht – und ihn annehmen möchte – einen warmen Platz findet“, sagt Sozialdezernentin Jana Schmöller. Dazu gehörten Notübernachtungen, medizinische Versorgung, Streetwork und Beratung.

In Mainz stehen für obdachlose Menschen folgende Anlaufstellen für Übernachtungen zur Verfügung: Thaddäusheim (34 Plätze, nur für Männer), Heinrich-Egli-Haus (20 Plätze, nur für Männer), Wendepunkt (4 Plätze, nur für Frauen), Nachtraum in der Münsterstraße (30 Plätze, geöffnet täglich von 18 Uhr bis 9 Uhr), Haus 6411 in der Housing-Area (50 Plätze, darunter Notschlafzimmer).

Wer sich darüber hinaus engagieren möchte, kann sich bei lokalen Initiativen und Vereinen in Mainz melden, die sich für obdachlose und arme Menschen einsetzen.