Mainzer Promis werben für mehr Klimaschutz

Ein klimaneutrales Mainz bis 2030: Dieses Ziel hat sich die Initiative „MainzZero - Klimaentscheid Mainz“ gesetzt. Und dafür gibt es jetzt prominente Unterstützung.

Mainzer Promis werben für mehr Klimaschutz

Was haben Comedian Sven Hieronymus, Sänger Oliver Mager und Professor Gerhard Trabert gemeinsam? Sie alle sind bekannte Mainzer – und setzen sich für mehr Klimaschutz ein. Etwa 30 Persönlichkeiten aus Kultur, Gastronomie und Wissenschaft sind derzeit in einem Video der Initiative „MainzZero - Klimaentscheid Mainz“ zu sehen.

MainzZero setzt sich dafür ein, dass Mainz bis 2030 klimaneutral wird. Um dieses Ziel zu erreichen, startete die Initiative im Januar ein Bürgerbegehren. Bis Ende April sollen 10.000 Unterschriften zusammenkommen, um so einen Bürgerentscheid in Mainz herbeizuführen. Mit dem soll die Verwaltung verpflichtet werden, bis Ende des Jahres einen konkreten Klima-Aktionsplan vorzulegen. Spätestens ab 2022 soll eine jährliche Verringerung der CO2-Emissionen um mindestens zehn Prozent erreicht werden.

Andreas Bockius: Keinen Scherbenhaufen hinterlassen

Eine gute Idee – wie die Prominenten in dem Video finden. „Für mich ist das Thema sehr wichtig, deswegen habe ich bei der Videoaktion gerne mitgemacht“, sagt Mainz-05-Stadionsprecher Andreas Bockius gegenüber Merkurist. „Man kann der Sache meiner Meinung nach gar nicht genug Nachdruck verleihen. Ich verstehe das sowieso nicht: Warum muss man eigentlich einen Plan machen und Unterschriften sammeln? Maßnahmen gegen den Klimawandel sollten doch selbstverständlich sein! Sonst haben die nächsten Generationen einen Scherbenhaufen vor sich.“

Wie MainzZero-Sprecher Michael Lengersdorff erklärt, sei die Idee zum Video vor etwa vier Wochen entstanden. „Die Triebfedern waren dabei Tomas Kasemets , Theresa Gemke und Katharina Kaiser, die sich quasi Tag und Nacht Gedanken dazu gemacht haben und dann auch die Promis kontaktiert, Termine abgesprochen und gedreht haben.“ Teilweise seien die Videos auch zugeschickt worden.

Doch warum das Video? Lengersorff sagt: „Es soll nochmal einen Schub geben für das Anliegen von MainzZero.“ Bewusst sei das Video im Vorfeld der Stadtratssitzung am vergangenen Mittwoch positioniert worden – auch wenn diese nicht das erhoffte Ergebnis brachte (wir berichteten). Dennoch wolle man auch mit der Stadt im Gespräch bleiben. „Wir wollen nicht auf Konfrontationskurs gehen, sondern im ständigen Dialog bleiben.“

Logo