„Katastrophe vermeiden“: Bürgerinitiative fordert Stadtspitze zum Umdenken auf

Überparteiliche Initiative „MainzZero“ will effektiven Klimaschutz in Mainz erreichen

„Katastrophe vermeiden“: Bürgerinitiative fordert Stadtspitze zum Umdenken auf

Die parteiunabhängige Klima-Initiative MainzZero fordert die Stadtspitze kurz vor der am heutigen Mittwoch anstehenden Stadtratssitzung (10.2.) weiterhin zum Umdenken in der Klimapolitik auf. Ein erster Schritt sei gemacht. Doch die fünf Jahre zwischen den Forderungen von MainzZero, bereits 2030 klimaneutral zu werden, und dem von der Stadt Mainz anvisierten Jahr 2035, seien für ein lebenswertes Mainz und ein Vermeiden weiterer Klimakatastrophen extrem wichtig, so die Initiative.

Im Pariser Klimaabkommen hätten sich die Staaten verpflichtet, die globale Erderwärmung unter zwei Grad, möglichst aber unter 1,5 Grad, zu halten. Das sei notwendig, so MainzZero, damit die Dürren und Hitzesommer sowie die weltweiten Klimakatastrophen nicht Jahr für Jahr weiter zunehmen. „Die Mainzer sehen an der Absenkung des Grundwassers, an den vielen absterbenden Bäumen im Lennebergwald und der weiteren Zunahme tropischer Nächte mit drückender Hitze, wie stark die Klimafolgen auch in Mainz angekommen sind - auch wenn es in anderen Regionen noch weitaus extremere Folgen dieser Klimaveränderungen gibt.“

Daher sei ein grundsätzliches Umdenken in der Stadtverwaltung und der Politik erforderlich, so die Überzeugung der Initiatoren des Bürgerbegehrens „MainzZero - Klimaentscheid Mainz“*. Es müssten also mehr Ressourcen in der gesamten Stadtverwaltung in diesem Themenumfeld geschaffen werden, um einen Sofortmaßnahmenkatalog für 2021 und 2022 auf den Weg zu bringen, der schnelle Erfolge mit Langzeitwirkung für das Klima erzeugt. Aus Sicht von MainzZero sei es daher ein wichtiger Schritt, dass Mainz zeitnah ein Klimabüro in der Verwaltung einrichtet. Zudem sei ein konkreter 2030-Aktionsplan bis Ende 2021 mit konkreten, messbaren Maßnahmen für die nächsten drei Jahren zu veröffentlichen. Und auch einen jährlichen, öffentlichen Bericht zum Stand der Umsetzung der Ziele und Maßnahmen, inklusive jährlicher CO2-Bilanz, fordert die Initiative.

Wie MainzZero angibt, sei man davon überzeugt, dass eine Klimaneutralität in Mainz bis 2030 zu erreichen ist. Firmen wie die Schott AG gingen mit dem Ziel „Klimaneutralität 2030“ebenso wie „Werner & Mertz“ oder Mainz 05 als „Klimaverteidiger“ mit gutem Beispiel voran.

*Der Klimaentscheid Mainz ist ein Zusammenschluss von Bürgern und versteht sich als überparteiliche Initiative, in der auch Mitglieder verschiedener Parteien aktiv sind. Der Klimaentscheid wird - insbesondere auch bei der kommenden Landtagswahl - keine Empfehlung für bestimmte Parteien, Listenverbindungen oder einzelne Kandidaten abgeben.

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