Mainzer Schausteller „irritiert“ über Aussage von Weinmarkt-Veranstalter

Wer war nun verantwortlich für den Stromausfall auf dem Mainzer Weinmarkt? Der Veranstalter Mainzplus Citymarketing sucht die Probleme bei den „Ausstellern“. Die Mainzer Schausteller können die Argumentation jedoch nicht nachvollziehen.

Mainzer Schausteller „irritiert“ über Aussage von Weinmarkt-Veranstalter

Nach zwei Festwochenenden ist der Mainzer Weinmarkt am Sonntag zu Ende gegangen. Trotz einer Serien von Pannen, bei dem vor allem ein längerer Stromausfall bei einigen Händlern für drastische Umsatzeinbußen sorgte, zog der Veranstalter Mainzplus Citymarketing am Montag ein positives Fazit der Veranstaltung. Die Mainzer Schausteller zeigen sich nun jedoch etwas „irritiert“ über einige Aussagen des Veranstalters. Dabei geht es vor allem um den Stromausfall.

„Nicht ‘Schwarzen Peter’ hin- und herspielen“

Auf die Probleme mit dem Strom geht auch Mainzplus in seiner Bilanz zunächst ein. So habe der am ersten Weinmarkt-Samstag in einem Teilbereich des Geländes für wenige Stunden erfolgte Stromausfall „der guten Stimmung der Besucher keinen Abbruch“ getan. Dann nennt der Veranstalter die Gründe, die aus seiner Sicht ausschlaggebend für das kurzzeitige Fiasko waren. „Grund für den Ausfall war ein erhöhter Strombedarf, der bei einzelnen Ständen zu einer temporären Überlastung der Stromversorgung geführt hatte. Mehrere Aussteller hatten deutlich mehr Stromanschlüsse genutzt, als sie vorab dem Veranstalter bei dessen Abfrage angemeldet hatten.“

Diese Aussagen wiederum kann der Vorsitzende der Mainzer Schausteller, Marco Sottile, nicht ganz nachvollziehen. Generell sei es so, dass die Schausteller immer einen etwas höheren Strombedarf angeben als sie benötigen. „Man rechnet eine Reserve mit ein, um so etwas mehr Sicherheit zu haben.“ Daran könne es nicht gelegen haben. Wie Sottile sagt, wolle er die Schausteller nicht in Schutz nehmen, doch der „Schwarze Peter“ solle jetzt nicht immer hin- und hergespielt werden. Deswegen sei er nun schon etwas „irritiert“ über die Aussagen von Mainzplus.

In den vereinbarten (Krisen-)Gesprächen mit dem Veranstalter wolle er nun deshalb erfahren, wer konkret für das Stromproblem verantwortlich ist. „Das kann man aber nur klären, wenn alle Parteien an einem Tisch sitzen.“ Grundsätzlich sieht Sottile Mainzplus aber auch in der Pflicht. „Man hätte schon wissen müssen, dass mehr Strom gebraucht wird.“ Nun müsse man aber vor allem gucken, dass so etwas in der Zukunft nicht mehr passiert. Denn der Mainzer Weinmarkt sei weit über die Grenzen der Stadt bekannt und damit dieser gelingen könne, müsse jeder, Veranstalter und Händler, Verantwortungen übernehmen.

Insgesamt resümiert Sottile, sei man finanziell mit einem „blauen Auge“ davongekommen. „Es war nur schade für die Schausteller und Winzer, dass der Stromausfall ausgerechnet nach der langen Corona-Zwangspause passiert sei. Dennoch betont Sottile, dass auch er abschließend „definitiv von einem positiven Fazit“ des Mainzer Weinmarkts sprechen will.

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