Warum um den Fastnachtsbrunnen zuletzt ein Gerüst stand

Etwa 14 Tage lang war der Fastnachtsbrunnen am Schillerplatz von einem Baugerüst umgeben. Doch was war der Grund dafür?

Warum um den Fastnachtsbrunnen zuletzt ein Gerüst stand

Trotz der Kontaktsperre zur Eindämmung des Coronavirus, dürfte vielen Mainzern nicht entgangen sein, dass der Blick auf den Fastnachtsbrunnen in den letzten Wochen für einige Zeit von einem Baugerüst verdeckt wurde. Doch warum war das so?

Nur auf den ersten Blick unverändert

Seit Mitte März war der Brunnen von einem Gerüst umgeben. „Der Fastnachtsbrunnen wurde am 12. / 13. März eingerüstet“, erklärt Stadtpressesprecher Ralf Peterhanwahr.

Grund dafür seien Wartungsarbeiten, die 14 Tagen andauerten und in der kommenden Woche endgültig beendet sein sollen. „All dies unter der Maßgabe, dass aus dem Blickwinkel Corona und Versammlungsverbot etcetera die Arbeiten so erfolgen können, wie geplant“, ergänzte Peterhanwahr.

Das Gerüst ist nun weg, große Veränderungen sieht man allerdings (noch) nicht, was daran liegt, dass die Wartungsarbeiten subtiler Art waren: „Bei den Arbeiten handelte es sich um die Reinigung, beziehungsweise den Austausch der Düsen“, so Stadtpressesprecher Peterhanwahr.

Je nach Witterungsverhältnissen seien die Springbrunnen zwischen Schillerplatz und Fischtor von Mitte/ Ende April bis Ende Oktober und damit rund sechs Monate pro Jahr in Betrieb.

Vater Rhein, Moguntia und die Schwellköpp

Die letzten Wartungsarbeiten fanden laut Peterhanwahr vor zehn Jahren statt. „Durch den Betrieb haben sich über die Jahre die Düsen mit Schmutzpartikeln zugesetzt - dadurch wird das Sprühbild negativ beeinflusst.“ Während der Wartungsarbeiten sollten die Düsen gereinigt und falls nötig ersetzt werden. Außerdem überprüften Arbeiter die Leitungen und weitere oberirdische Bauteile des Brunnens.

Der Fastnachtsbrunnen, ein Werk des Münchner Bildhauers Blasius Spreng, wurde am 14. Januar 1967 enthüllt. Mehr als 200 Figuren tummeln sich in dem etwa neun Meter hohen Denkmal aus Bronze, darunter die Mainzer Stadtgöttin Moguntia, Vater Rhein oder Till Eulenspiegel.

Während Schwellköpp und Gaukler eine Verbindung zur Mainzer Fastnacht herstellen sollen, stehen Weinranken sowie „Weck, Worscht un Woi“ für die Region. Außerdem stehe der Brunnen für den auf den Kopf gestellten Mainzer Dom. Aktuell heißt es für die Mainzer weiterhin, möglichst viel Zeit zuhause zu verbringen. Vielleicht eine gute Gelegenheit, auf den zahlreichen online zugänglichen Fotos nach sämtlichen Anspielungen und Figuren zu suchen. (pk)

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