Auf das ehemalige HDW folgt „Zum grünen Kakadu“

Anfang November eröffnet im alten HDW-Gebäude das Restaurant „Zum grünen Kakadu“ des Mainzer Staatstheaters. Die Räume können auch für private Veranstaltungen gebucht werden.

Auf das ehemalige HDW folgt „Zum grünen Kakadu“

Im ehemaligen Haus des Deutschen Weines (HDW) auf dem Mainzer Gutenbergplatz laufen die Umgestaltungsmaßnahmen auf Hochtouren. Ende Oktober 2019 stellte der damalige Pächter Hans-Joachim Stuhlmiller den Betrieb im HDW ein (wir berichteten). Der Pachtvertrag mit der Mainzer Wohnbau lief aus. Gut ein Jahr später zieht jetzt in das ehemalige HDW-Gebäude das neue Restaurant des Staatstheaters mit dem Namen „Zum grünen Kakadu“ ein. Das wurde am Mittwoch bei einem Pressegespräch bekannt gegeben.

Grüne Kakadus zeichnen sich dadurch aus, dass es sie gar nicht gibt, sie sind also eine Erfindung, so Sylvia Fritzinger, Leiterin Kommunikation des Staatstheaters. Erfunden hat den Namen „Zum grünen Kakadu“ Arthur Schnitzler mit seiner 1898 erschienen Theatergroteske „Der grüne Kakadu“. Schauplatz des Stücks ist die gleichnamige Bar eines ehemaligen Theaterdirektors in Paris. Ein Treffpunkt undurchschaubarer Gestalten mitten in der französischen Revolution.

„Hier entsteht nicht nur ein Treffpunkt für Theaterbesucher, sondern ein kulinarisches und kulturelles Zentrum im Schatten des Doms.“ - Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling

Das Restaurant „Zum grünen Kakadu“ im Erdgeschoss des Gebäudes ist durch die momentane Corona-Situation für circa 60 Personen ausgelegt. Nach Corona kann es aber weiter ausgebaut werden. Im Restaurant gibt es einen abgeteilten Raum ebenso wie geschützte Bereiche. Sie bieten zum Beispiel Platz für größere Gruppen. Im obersten Stock finden Besucher die „Kakadu Bar“. Anders als im HDW ist aus zwei Räumen jetzt ein großer Bereich geworden. Hier ist für bis zu 180 Gäste Platz. In dem knapp 40 Meter langen Raum gibt es eine kleine Bühne, die für Veranstaltungen, wie beispielsweise Lesungen oder Jazzabende genutzt werden kann. „Hier entsteht nicht nur ein Treffpunkt für Theaterbesucher, sondern ein kulinarisches und kulturelles Zentrum im Schatten des Doms“, so der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling.

Außerdem kann die „Kakadu Bar“ in der ersten Etage für Feiern oder andere Anlässe gemietet werden. Laut dem Architekten Fabian Faerber hat das Wechselspiel zwischen Theater und Gastronomie und der geforderten Möglichkeit, vielfältige Veranstaltungen umsetzen zu können, ein besonderes Konzept entstehen lassen, das in dieser Form in Mainz völlig neu sei.

Das Restaurant und die Veranstaltungsbar „Zum grünen Kakadu“ sollen Anfang November eröffnet werden. Eigentümer des Gebäudes ist die Stadioner Hof GmbH & Co. KG, eine gemeinsame Gesellschaft von Sparkasse Rhein-Nahe und J. Molitor Immobilien GmbH. (df)

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