Mainzer Mobilität von Straßensperrung überrascht

200.000 Menschen besuchten am vergangenen Wochenende die Mainzer Sommerlichter. Wegen Straßensperren kam es allerdings zu Problemen im ÖPNV. Die Mainzer Mobilität wurde von den gesperrten Straßen nämlich „überrascht“.

Mainzer Mobilität von Straßensperrung überrascht

Rund 30 Minuten dauerte der Höhepunkt der Mainzer Sommerlichter: Am Samstagabend strahlte das große Feuerwerk über dem Rhein. Dazu hörten die Zuschauer am Ufer passende Pop-Songs von Queen, Falco oder Michael Jackson. Rund 80.000 Menschen verfolgten die Show am Mainzer Rheinufer - doch genau das sorgte offenbar auch für Verkehrsprobleme. Merkurist-Leser Det berichtet in seinem Snip von Verkehrsproblemen. Er schreibt: „Polizei lässt Busse am Kaisertor bei den Sommerlichtern nicht durch, Chaos pur!“

Polizeisprecher Alexander Koch erklärt auf Nachfrage von Merkurist: „Wir haben im Nachgang der Veranstaltung Informationen erhalten, dass es zu leichten Stauungen kam.“ Das Sicherheitskonzept entstehe jedoch in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und dem Veranstalter. Im Fall der Sommerlichter ist das die „mainzplus CITYMARKETING GmbH“.

Sperrungen zur Sicherheit der Besucher

Deren Bereichsleiter für Marketing, Sales und Tourismus, Philipp Meier, sagt: „Wir als Veranstalter und die zuständigen Einsatzkräfte haben während der Veranstaltung den Verkehr in der Stadt beobachtet. Dass es dabei zu größeren Staus, die über das übliche Maß einer Großveranstaltung hinaus gehen, gekommen wäre, ist uns nicht bekannt.“ Die erstmals eingesetzten Shuttlebusse der Mainzer Mobilität seien von den Straßensperrungen nur bedingt betroffen - sie sind vom Kurfürstlichen Schloss aus über die Große Bleiche zum Hauptbahnhof gefahren. Trotz der Vorkehrungen könne man Staus bei Großveranstaltungen mit bis zu 80.000 Besuchern gleichzeitig nie vollständig ausschließen. „Die Polizei und die zuständigen Behörden haben uns aber bestätigt, dass es am Samstagabend für eine Veranstaltung in dieser Größe sehr reibungslos abgelaufen ist“, sagt Meier. Doch wozu sind die vielen Straßensperrungen während der Sommerlichter überhaupt notwendig?

Meier erklärt: „Die Sperrungen dienen sowohl der Sicherheit der Festbesucher als auch dem geregelten Verkehrsabfluss. Sie werden vorab in einem Verkehrskonzept mit Verkehrsunternehmen, Polizei und sonstigen Behörden abgesprochen.“ Während des Feuerwerks am Samstagabend seien besonders viele Besucher in der Innenstadt gewesen. „mainzplus CITYMARKETING“ habe daher besonderen Wert darauf gelegt, Staus zu vermeiden. „Wir haben im Vorfeld darauf hingewiesen, das Festgelände weiträumig zu umfahren und möglichst die bereitgestellten ÖPNV-Angebote zu nutzen“, so Meier.

Mainzer Mobilität überrascht

Doch gerade beim ÖPNV kam es offenbar zu Problemen: Jens Grützner, Pressesprecher der Mainzer Mobilität, sagt gegenüber Merkurist: „Die Mainzer Mobilität war überrascht von den Straßensperrungen der Kaiserstraße bis zum Landtag und auch von der späteren Sperrung der Rheinstraße.“ Diese hätten nämlich auch die Busse der MM betroffen. „Vom Veranstalter wurde extra ein Shuttleservice beauftragt - der konnte aber wegen der polizeilichen Sperrung nicht richtig durchgeführt werden“, sagt Grützner. Man werde das Thema in der kommenden Woche in einem internen Gespräch mit den Veranstaltern besprechen.

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