Der nächste Akt im völlig verrückten Wirrwar um das Mainzer Oktoberfest: Wie der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Rheinland-Pfalz am Dienstag (13. Oktober) mitteilt, soll die Großveranstaltung voraussichtlich am Freitag, den 16. Oktober, eröffnet werden – acht Tage später als ursprünglich geplant. Mehrfach hatte die Stadt Mainz zuletzt betont, dass das Fest wegen Sicherheitsbedenken nicht stattfinden könne (wir berichteten). Alle Versuche, das Oktoberfest doch noch abzuhalten, waren bisher gescheitert.
Seit Montag (12. Oktober) wird auf dem Messegelände in Mainz ein neues Festzelt von einem externen Verleih aufgebaut. Die Arbeiten sollen bis Mittwochabend abgeschlossen sein.
Verlängerung wird geprüft
Die entscheidende Hürde ist die Abnahme durch die Stadt Mainz. Das städtische Bauamt hat laut DEHOGA bereits am vergangenen Donnerstag mit der Vorprüfung begonnen und stehe in engem Austausch mit der MMG. Ziel sei es, die Voraussetzungen für eine rechtskonforme Durchführung zu schaffen.
Sollte die Genehmigung erteilt werden, würde das Oktoberfest acht Tage später als geplant beginnen. Die Veranstalter prüfen daher, ob die verlorene Zeit durch eine Verlängerung des Festes nachgeholt werden kann.
Wirtschaftliche Bedeutung
Die DEHOGA betont die große wirtschaftliche Bedeutung des Oktoberfestes für die Veranstalter, zahlreiche Zulieferer, Dienstleister und Mitarbeiter. Auch die Mainzer Hotellerie, Gastronomie, der Einzelhandel und die Logistikbranche würden von dem Fest profitieren, das jedes Jahr zahlreiche Gäste aus der gesamten Region anzieht.
Die Mainzer Messegesellschaft und die DEHOGA Rheinland-Pfalz arbeiten daran, die Voraussetzungen für die Durchführung noch rechtzeitig zu schaffen. Eine endgültige Entscheidung der Stadt über den Beginn und die Dauer der Veranstaltung steht aber noch aus und soll umgehend bekannt gegeben werden.