Eigentlich sind bei Fahrscheinkontrollen in Mainzer Bussen meist zwei oder drei Prüfer im Einsatz. Am Montagmorgen sind die Fahrgäste der Linie 70 gegen 8 Uhr jedoch von einer Vielzahl an Kontrolleuren überrascht worden, wie ein Fahrgast gegenüber Merkurist berichtet. Zwischen sechs und acht Prüfer warteten offenbar auf die Fahrgäste.
Großkontrolle mit Polizeiunterstützung
Wie der Fahrgast berichtet, nahm die Großkontrolle an der Haltestelle Pfaffengasse ihren Lauf. Letztlich endete die Kontrolle noch mit einem Polizeieinsatz. Auf Anfrage bestätigt der Pressesprecher der Mainzer Mobilität, Michael Theurer, dass es eine solche Kontrolle gegeben hat. „Zusätzlich zu den regelmäßigen (täglichen) Fahrausweiskontrollen führen wir in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder auch Großkontrollen mit mehreren Mitarbeitern und mitunter auch mit Unterstützung der Polizei unter anderem vor Schulstandorten durch.“
Bei diesen Sonderkontrollen fänden die Überprüfungen sowohl im Fahrzeug als auch bei den aussteigenden Fahrgästen an den Ausgängen der Bahnsteige statt. „In der Pfaffengasse haben wir an beiden Richtungen kontrolliert. Wir hatten etwas mehr Personal im Einsatz, um die Verzögerungen für die Fahrgäste möglichst kurz zu halten“, erklärt Theurer. Doch warum rückte dann noch die Polizei an? Offebar wollte eine Frau, noch bevor sich die Kontrolleure zu erkennen gaben, ein Ticket beim Busfahrer kaufen. Später soll der Busfahrer dies gegenüber den Fahrscheinprüfern verneint haben. Letztlich sei die Frau von den Kontrolleuren nach draußen geführt worden.
Dazu sagt MM-Sprecher Theurer: „In dem konkreten Fall wurde die Polizei hinzugerufen, weil die Frau sich weigerte, ihre Personalien anzugeben.“ Die Personalien seien dann von der Polizei aufgenommen und an die Kontrolleure weitergegeben worden. „Sie wird ihre Sicht der Dinge natürlich darlegen können. Das Kontrollpersonal und der Fahrer werden dazu ebenfalls gehört“, so Theurer. Fakt sei jedenfalls, dass die Frau offenbar keinen gültigen Fahrschein dabei hatte.