So geht es mit den Gleisarbeiten am Hauptbahnhof voran

70.000 Menschen fahren normalerweise täglich über den Bahnhofsvorplatz. Seit zwei Wochen ist der Platz aber wegen Gleisarbeiten gesperrt. Und das soll bis zum 09. August auch so bleiben.

So geht es mit den Gleisarbeiten am Hauptbahnhof voran

Vor etwas mehr als zwei Wochen startete die Sanierung des Straßenbahn-Gleisdreiecks am Bahnhofsvorplatz. Die Schienen und Weichen zwischen Alicenstraße, Bahnhofsplatz und Bahnhofsstraße wurden 1999 das letzte Mal saniert. Jetzt sollen sie erneut ausgetauscht werden. „Die Schienen sind nach 20 Jahren einfach kaputt“, erklärt Kai Buhl, Projektleiter für den Umbau. Der Belag und die darunterliegenden Bewässerungs- und Kanalanlagen müssen im täglichen Verkehr einiges aushalten, sind daher mitgenommen. Zudem müssen unebene Stellen im Boden repariert werden.

Am 19. Juli sollen die letzten gepflasterten Straßenstücke zwischen den Schienen abgerissen werden, bevor sie am 29. Juli neu asphaltiert werden. Aus diesem Grund bleibt der Vorplatz des Hauptbahnhofs bis voraussichtlich Ende der Schulferien (09. August) gesperrt.

Probleme mit der Belieferung der Weichenteile

Nach anfänglichen Problemen mit dem zuständigen Weichenwerk gab es schon erste Gerüchte, dass sich die Bauarbeiten verlängern würden. Die zuständige Firma hatte angekündigt, die Weichenteile erst am 29. Juli, statt wie geplant am 1. Juli liefern zu können. Doch nun wurde eine Notlösung gefunden. Die Weichenteile werden anstatt im zusammengeschweißten Zustand in drei Teilen geliefert. Den ersten Teil haben die Arbeiter Anfang letzter Woche eingebaut, der zweite Teil wurde Mitte Juli geliefert und das dritte Weichenteil soll in der kommenden Woche eingesetzt werden. „Wir liegen also wieder genau im Zeitplan“, sagt Jochen Erlhof, Geschäftsführer der Mainzer Mobilität.

Bauarbeiten liegen noch im Zeitplan

„Die Bauarbeiten sollen so schnell wie möglich abgeschlossen werden“, so Erlhof weiter. Am ersten Schultag nach den Sommerferien soll der normale Betrieb wieder laufen. Die Baufirmen AGT und Schlacht arbeiten auch samstags, um die Sanierung so schnell wie möglich voranzubringen. Dafür werden sogar die Arbeiten auf anderen Baustellen, wie beispielsweise am Schinnergraben, zurückgefahren. „Der Fokus liegt ganz auf dem Bahnhofsvorplatz“, sagt Erlof. Einziges Problem könnten die Wetterbedingungen werden. „Zur Asphaltierung und zum Pflastern darf es nicht nass sein. Aber momentan sieht es ja gut aus“, sagt Projektleiter Buhl. (pk)

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