Erster Brennstoffzellenbus in Mainz

23 Batterie-Gelenkbusse für 2022 geplant

Erster Brennstoffzellenbus in Mainz

Die Mainzer Mobilität (MM) hat am Donnerstag ihren ersten Brennstoffzellenbus vorgestellt. In den nächsten Jahren will das Verkehrsunternehmen seine Fahrzeuge mit weiteren klimafreundlichen Bussen aufrüsten.

Für den ersten Brennstoffzellenbus im Mainzer ÖPNV soll es in den nächsten Wochen ein internes Training geben, unter anderem für das Fahrpersonal und die Werkstatt. Der Hersteller Caetanobus aus Portugal hat das Fahrzeug in Kooperation mit Toyota entwickelt. Betankt wird der Bus an einer Wasserstoff-Tankstelle in Wiesbaden. Der benötigte Wasserstoff soll im Energiepark Mainz zu 100 Prozent regenerativ aus Überschuss-Windenergie gewonnen werden.

Aktuell besteht die Fahrzeugflotte der Mainzer Mobilität überwiegend aus Dieselbussen, deshalb will die MM „möglichst rasch auf Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeuge umstellen“. Doch es fehlten zum einen geeignete und zuverlässige Fahrzeuge, zum anderen laufe die staatliche Förderung nicht in allen Fällen wie erhofft. Deshalb gehe die MM davon aus, dass es noch einige Jahre dauern wird, bis die Dieselflotte komplett auf umwelt- und klimafreundliche Antriebsarten umgestellt werden kann. Das Ziel sei es, bis 2030 insgesamt bis zu 100 elektrisch betriebene Busse im Linienverkehr einzusetzen und 2035 klimaneutral zu sein.

Aktuell fahren für die MM rund 145 Omnibusse, 41 Straßenbahnen und circa 1000 Fahrräder. Seit Mai 2020 sind vier Batterie-Gelenkbusse im Einsatz, weitere 23 sollen im zweiten Halbjahr 2022 folgen. Geplant war die Beschaffung weiterer elf Brennstoffzellen-Solobusse sowie von elf Batterie-Gelenkbussen bis Ende 2025. Auf einen Förderantrag beim Land Rheinland-Pfalz vom letzten März habe es aber bisher keine Antwort gegeben, so die MM. Eine im Oktober 2021 eingereichte Projektskizze zur finanziellen Förderung sei vom Bundesverkehrsministerium abgelehnt worden.

Ende 2021 wurden 17 neue Dieselbusse in Betrieb genommen, zudem müssten weitere etwa 25 beschafft werden, da aktuell keine weiteren Förderzusagen bestehen und es etwa drei Jahre dauere, Fahrzeugen mit alternativen Antrieben zu beschaffen. Die neuen Diesel-Fahrzeuge sollen ab dem ersten Quartal 2023 ausgeliefert werden. Diese Fahrzeuge müssen dann alte Dieselbusse ersetzen, die 2007 oder früher angeschafft wurden, immer noch im Einsatz sind und eine Laufleistung von jeweils mehr als eine Million Kilometer haben.

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