Bus und Bahn: Wer macht die Lautsprecheransagen?

So vertraut und doch so fremd - wer steckt hinter der mysteriösen Stimme, die täglich aus den Lautsprechern der Mainzer Mobilität ertönt? Merkurist versucht, Licht ins Dunkle zu bringen.

Bus und Bahn: Wer macht die Lautsprecheransagen?

„Höfchen/Listmann – zur Altstadt und zum Dom“, ertönt es aus den Lautsprechern in den Bussen der Mainzer Mobilität, die tagtäglich Menschen in die Innenstadt von Mainz hinein oder auch hinaus befördern. Vielen Passagieren ist dabei nicht nur die Haltestellenansage vertraut, sondern, wenn auch unterbewusst, die Stimme, die auf den nächsten Halt hinweist. Vermutlich hat sich der ein oder andere bereits gefragt, welches Gesicht sich eigentlich hinter der bekannten Stimme aus Mainz versteckt.

Wer denkt, die Stimme aus den Lautsprechern stamme von einem Computer, der irrt sich. Laut Michael Theurer, Pressesprecher der Mainzer Mobilität, habe man bereits versucht mit einer elektronischen Computer-Ansage zu arbeiten, fand jedoch die Stimme klinge „zu technisch“. Daher habe man sich dagegen entschieden.

„Eine super Stimme“

Inzwischen spricht schon seit vielen Jahren ein Mitarbeiter der Mainzer Mobilität die Ansagen in den Bussen und Bahnen ein. Dieses Vorgehen hat sich laut Theurer bewährt. Denn wenn es kurzfristige Änderungen durch Umleitungen oder Baustellen gebe, könne man schneller und kostengünstiger neue Ansagen aufnehmen. Außerdem, findet Theurer, habe der MM-Mitarbeiter „eine super Stimme“ und sei aus diesem Grund weitaus geeigneter für die Ansagen in den öffentlichen Verkehrsmitteln als eine Computer-Ansage.

Personalisierte Ansagen in ÖPNV

Bereits vor einigen Jahren rief die MM gemeinsam mit Antenne Mainz dazu auf, dass Bürger eine Ansage per Sprachmemo einsenden sollten und der Gewinner für eine Woche in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu hören war. Eine solche Aktion möchte man laut Theurer für die Zukunft nicht ausschließen, derzeit gebe es jedoch keine konkreten Pläne dazu.

Doch wer ist der Mitarbeiter, dessen Stimme den Mainzern so bekannt und doch so fremd ist? Leider bleibt diese Frage weiterhin ungelöst, da sich der Mitarbeiter bisher nicht gegenüber Merkurist geäußert hat. (df/rk)

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