Die Beschäftigten im CineStar Mainz legen am Wochenende die Arbeit nieder. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilt, ist ein Warnstreik von Samstagabend (7. März), 19 Uhr, bis in die Nacht auf Sonntag (8. März), 3 Uhr, geplant. Während des Streiks sei mit erheblichen Verzögerungen im Betriebsablauf zu rechnen.
Anlass für den Streik sind die laufenden Tarifverhandlungen. In der zweiten Verhandlungsrunde am 17. Februar hatte CineStar einen Einstiegslohn von 13,95 Euro pro Stunde angeboten. Die Gewerkschaft Verdi wies das als unzureichend zurück. Das Angebot schreibe die Arbeit im Kino praktisch auf Mindestlohn-Niveau fest, während der Kinobetreiber hohe Gewinne verzeichne.
„Die Beschäftigten wollen nicht umsonst ins Kino gehen. Sie wollen für ihre gute Arbeit die gerechte Entlohnung bekommen“, sagt der zuständige Gewerkschaftssekretär Ferhat Altan. „Gleichzeitig steigen Inflation, Mieten und Lebenshaltungskosten weiter an. Besonders langjährig Beschäftigte sehen sich dadurch mit der realen Gefahr von Altersarmut konfrontiert.“
Gewerkschaft fordert 16 Euro pro Stunde
Verdi hält an der Forderung von mindestens 16 Euro pro Stunde sowie deutlichen Verbesserungen für langjährig Beschäftigte fest. Zudem soll die Jahressonderzahlung auf 880 Euro angehoben werden. Kinos seien Teil der kulturellen Infrastruktur, auch in einer Studentenstadt wie Mainz. Dafür brauche es Arbeitsplätze, die zum Leben reichen.
Außer der Bezahlung kritisiert die Gewerkschaft auch offene arbeitsrechtliche Fragen am Standort Mainz. Dort stehe die Bezahlung von Betriebsratsmitgliedern noch aus, und es gebe Defizite bei der korrekten Erfassung von Arbeitszeiten. Verdi erwarte, dass diese Punkte umgehend geklärt werden. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 31. März in Hamburg angesetzt.