Theresianum: Über 100 Schüler am Dienstag geimpft – Kritik an Aktion

Ärzte aus der Elternschaft des Mainzer Theresianum-Gymnasiums haben auf eigene Faust Impfstoff bestellt und am Dienstag an rund 150 aktuelle und ehemalige Schüler verimpft. Nun gibt es Kritik an der Aktion.

Theresianum: Über 100 Schüler am Dienstag geimpft – Kritik an Aktion

Rund 150 aktuelle und ehemalige Schüler des Mainzer Gymnasiums Theresianum sind am Dienstag mit dem Impfstoff von Biontech geimpft worden. Das berichtet der SWR.

Demnach sind die geimpften Schüler allesamt 16 Jahre alt oder älter und erhielten den Impfstoff in der Sporthalle des christlichen Gymnasiums in kirchlicher Trägerschaft. Wie die Schule gegenüber dem SWR erklärt hatte, haben Ärzte aus der Elternschaft 180 Dosen des Impfstoffs auf eigene Faust bestellt.

Nach dem Wegfall der Impfpriorisierung in Deutschland können sich seit Montag alle Menschen impfen lassen, die 16 Jahre alt oder älter sind. Bis allen Deutschen ein Impfangebot gemacht werden kann, wird es aber wegen Knappheit bei den Impfstoffvorkommen noch mindestens bis zum Spätsommer dauern.

Kritik an der Aktion gibt es unter anderem von der Kassenärztlichen Vereinigung. Wie sie gegenüber dem SWR erklärt, sehe man die Aktion „sehr kritisch“. Zudem halte man sie zum jetzigen Zeitpunkt für „unangemessen“. Ein Sprecher der Vereinigung sagte: „Wir haben in den Praxen bis auf Weiteres eine ausgeprägte Mangelsituation an Impfdosen. Viele Menschen mit einem erhöhten Krankheitsrisiko für eine Covid-19 Infektion warten immer noch auf ihren Impftermin.“ Die Wartezeiten für Risikopatienten würde sich durch Aktionen wie die am Theresianum erhöhen.

Gegenüber dem SWR begründete ein Vater, der auch Arzt ist, die Impfaktion. Kinder und Jugendliche dürften bei den Impfungen nicht vergessen werden. Sie würden sich schließlich seit rund eineinhalb Jahren hintenanstellen und hätten ebenfalls ein Recht darauf, geimpft zu werden.

Logo