Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus veranstaltet der Geschichtsverein Nierstein einen Vortrag über die jüdischen Mitglieder des Fußballvereins 1. FSV Mainz 05. Wie der Verein mitteilt, findet die Veranstaltung am Dienstag, den 27. Januar 2026, statt. Der Referent Nils Friedrich wird dabei die Schicksale der „vergessenen Nullfünfer“ beleuchten.
Der Name des langjährigen jüdischen Vereinsvorsitzenden Eugen Salomon ist heute vielen Fans ein Begriff und ein wichtiger Teil der Mainzer Erinnerungskultur. Doch Salomon war bei weitem nicht das einzige jüdische Mitglied des Vereins, der lange Zeit als „Judenverein“ galt.
Vergessene Biografien
Der Forscher Nils Friedrich hat sich auf die Spuren dieser Mitglieder begeben und die Lebenswege von zwölf Personen nachgezeichnet. In seinem Vortrag in Nierstein wird er die Situation des 1. FSV Mainz 05 vor 1933 und die Entwicklung des Vereins nach der „Gleichschaltung“ durch die Nationalsozialisten schildern.
Anhand von drei ausgewählten Biografien erzählt Friedrich vom Schicksal jüdischer Nullfünfer. Zudem gibt er Einblicke in die Herausforderungen seiner Recherche und den heutigen Umgang des Vereins mit diesem wichtigen Teil seiner Geschichte.
Diskussion im Anschluss an den Vortrag
Der Vortrag mit dem Titel „Vergessene Nullfünfer – ein Fußballverein und seine jüdischen Mitglieder“ beginnt um 19 Uhr in der AWO-Begegnungsstätte im Haus der Gemeinde in der Gutenbergstraße 11 in Nierstein. Die Veranstaltung wird vom Geschichtsverein in Kooperation mit der Stadt Nierstein organisiert.
Im Anschluss an den Vortrag ist eine Diskussionsrunde geplant, die von Vorstandsmitglied Jörg Adrian geleitet wird. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um Spenden für die Gedenk- und Erinnerungsarbeit gebeten.
Mehr zur Arbeit von Nils Friedrich findet ihr hier: