Mainzer Fastnacht vermutlich ohne Saalfastnacht und Umzüge

Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vorgestellt

Mainzer Fastnacht vermutlich ohne Saalfastnacht und Umzüge

Dass die Mainzer Fastnacht nicht wie in den vergangenen Jahren stattfinden kann, ist aufgrund der aktuellen Situation klar. Dass viele Mainzer aber auch auf eine Saalfastnacht verzichten würden, das zeigen die Ergebnisse einer Online-Umfrage, die die Mainzer Fastnachts eG nun vorgestellt hat.

Mehr als 10.000 Leute haben an der Umfrage teilgenommen. Demnach plant mehr als 80 Prozent des klassischen Sitzungspublikums, 2021 nicht an einer Saalfastnacht teilzunehmen. „Die Ergebnisse zeigen, dass 80-90 Prozent eine Kampagne 2020/21 ablehnen. Wir haben zudem untersucht, wie groß die Bereitschaft ist, alternative Veranstaltungen zu besuchen“, erklärt Dr. Oliver Kohl, Geschäftsführer des Unternehmens „m-result“, das die Umfrage durchführte.

Es sei deutlich erkennbar, dass die Bereitschaft mit dem Alter sinke. „Sitzungsveranstaltungen finden fast gar keinen Zuspruch bei den Befragten“, so Kohl weiter. Online-Veranstaltungen würden allerdings mehr Zuspruch erhalten, dafür müssten sie allerdings kostenlos übertragen werden. Doch was bedeutet das für die Mainzer Fastnacht und welche Konsequenzen werden daraus gezogen?

Darauf hat Reinhard Urban, Präsident des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), eine deutliche Antwort: „Die Ergebnisse überraschen uns nicht. Es wird in diesem Jahr beim MCV keine Präsenzveranstaltungen geben.“ Auch der Rosenmontagszug werde in der gewohnten Form nicht stattfinden können. Dies sei auch nicht zu verantworten. „Ich möchte noch mit allen Beteiligten sprechen, allerdings wird es die typische Straßenfastnacht nicht geben“, so Urban weiter. Das bedeute aber nicht, dass es keine Alternativen gebe: „Wir arbeiten an Alternativen und wollen zur Fastnacht in der Stadt sichtbar sein.“

Wie genau die Alternativen aussehen, das wollte Urban noch nicht verraten. Hier seien die Vereine noch in der Planung und der Erarbeitung von Konzepten. Für den 11.11. macht er allerdings ein wenig Hoffnung: „Die Proklamation wird stattfinden, in welcher Form, das versuchen wir gerade zu klären.“ (mm)

Logo