Fastnacht in der Corona-Zeit: Das ist geplant

Der Mainzer Carneval-Verein will in der kommenden Fastnachtskampagne Corona-konforme Alternativen anbieten. Wie diese aussehen, das hat der MCV am Dienstag vorgestellt.

Fastnacht in der Corona-Zeit: Das ist geplant

Keine Saalfastnacht, keine Umzüge: Für viele Fans der Mainzer Fastnacht war das eine traurige Nachricht (wir berichteten). Wegen der Corona-Krise und der möglichen hohen Ansteckungsgefahr kann die Fastnacht nicht wie gewohnt stattfinden. Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) betonte in den vergangenen Monaten aber immer wieder, dass „die Fastnacht auf der Straße sichtbar sein wird“. Nun sind diese Pläne konkreter.

Ganz verzichten müssen die Mainzer auf die Fastnacht nämlich nicht. „Die typische Straßenfastnacht, die Züge, wird es nicht geben. Trotzdem wollen wir uns zeigen. Deshalb werden Motivwagen in der Stadt zu sehen sein“, so MCV-Präsident Reinhard Urban. Konkret sollen zwei bis drei Motivwagen in der Stadt stehen, die wie eine Art „Denkmal in der Fastnachtshochburg“ angeschaut werden können. „Die Motivwagen sind das besondere an unserer Mainzer Fastnacht. Wir wollen deshalb nicht darauf verzichten“, sagt Urban.

„MCV Fastnachtsshow“ soll produziert werden

Auch für die Saalfastnacht gibt es mittlerweile eine Corona-konforme Alternative. Denn: „Wir wollen die Fastnacht in die Wohnungen bringen und das Gefühl nach Hause transportieren.“ Dafür will der MCV in Anlehnung an die „heute show“ des ZDF zwei Ausgaben der „MCV Fastnachtsshow“ produzieren. Diese sollen nicht live ausgestrahlt werden, sondern auf Abruf verfügbar sein. Genaue Termine nannte der MCV-Präsident bisher noch nicht - nur so viel: „Eine Ausgabe wird vermutlich Mitte oder Ende Januar ausgestrahlt, eine aber definitiv an unserem Haupttag, dem Fastnachtssonntag.“

Wie es aktuell um die Fernsehsitzung steht, wollte der MCV noch nicht verraten. Hier sei der Kreativkreis noch in den Beratungen, gemeinsam mit dem SWR. „Mainz bleibt Mainz ist in der Schwebe. Es gibt kein ‘Nein’ und auch kein ‘Ja’“, so Reinhard Urban abschließend. (df)

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